Aachen - Hospiz am Iterbach: Zwei Frauen stehen für das selbe Menschenbild

Hospiz am Iterbach: Zwei Frauen stehen für das selbe Menschenbild

Von: Hans-Peter Leisten
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Werden das neue Hospiz als Doppelspitze leiten: Beatrix Hillermann (links) und Ute Ambruster mit den Plänen der Einrichtung am Iterbach. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Es sind Begriffe wie „Ort der Geborgenheit“, „warme Atmosphäre“. Oder auch „ein Zuhause für Schwerkranke und Sterbende“. Begriffe, die für das Wesen des neuen Hospizes stehen, das am Iterbach bei Walheim entsteht.

 Das ambitionierte Projekt in der früheren Itertalklinik hat bereits weitgehende inhaltliche Strukturen, nimmt baulich Konturen an – und bekommt jetzt auch in einer personellen Doppelspitze im übertragenen Sinne ein Gesicht. Beatrix Hillermann und Ute Armbruster stellen sich der neuen Herausforderung: Sie bilden die Doppelspitze des neuen Hospizes, das im kommenden Jahr eröffnet werden soll. Eine weitere wichtige Weichenstellung und Personalentscheidung für das Projekt ist erfolgt.

Nun kann man getrost sagen, dass Ute Armbruster und Beatrix Hillermann alles andere als Neuland betreten. Hillermann (51) ist Diplom-Theologin mit den Zusatzqualifikationen Palliative Care, Trauerbegleitung, klientenzen-trierte Beratung und Supervision. Unter anderem war sie Leiterin des Hospizes Haus Hörn, ist seit Oktober Mitarbeiterin bei Home Care, um entscheidend am Aufbau des neuen Hospizes mitzuwirken. Ihren Leitungsbereich werden die Schwerpunkte Organisation und Öffentlichkeitsarbeit umfassen.

Den Verantwortungsbereich Hospizleitung und Pflege übernimmt Ute Armbruster (52). Sie ist ausgebildete Fachschwester für Anästhesie und Intensivmedizin mit einer Zusatzqualifikation Palliative Care und einer Weiterbildung zur Pflegedienstleitung. Sie kann auf zwei Jahrzehnte Erfahrung in Intensivstationen und fünf Jahre Koordinationsarbeit bei Home Care zurückblicken.

Das Duo versteht sich als zwei Seiten der selben Medaille, ergänzt sich im Aufgabenbereich, in der Zielsetzung und menschlich sowieso. Und doch wollen die beiden Leiterinnen unterschiedliche Impulse setzen. „Mich haben immer neue Ideen und das Entwickeln von Konzepten interessiert“, skizziert Beatrix Hillermann, was sie an der Aufgabe reizt. Sie sieht die Hospizarbeit ganz nah am Menschen, und genau das dürfe auch bei ihren Managementaufgaben nicht verloren gehen.

„Pflege, wie man sie sich wünscht“, soll nach den Vorstellungen von Ute Armbruster zum Wesen des neue Hospizes gehören. Schwerstkranke sollen möglichst wie Zuhause gepflegt werden können. Das ist ein Grundelement der Philosophie. Die Menschen, die ins Hospiz kommen, sollen bei aller medizinischen Betreuung viel mehr Gäste und nicht Patienten sein. Man will für sie ausreichend Zeit haben. Unheilbar kranke Menschen mit begrenzter Lebenserwartung sollen im naturnahen Umfeld des Itertales ein letztes Zuhause finden. Mit allem, was sie dazu benötigen. Familie, Freunde, Betreuung, Pflege. Ganz gleich, ob sie nun das neue Angebot rund um die Uhr, nachts oder stundenweise nutzen werden. „Die begleitenden Angehörigen sind selbstverständlich Tag und Nacht willkommen“, betont Ute Armbruster.

Das neue Haus soll ohne Abstriche allen betroffenen Menschen offenstehen. Ganz unabhängig etwa von Glaube, Geldbeutel oder Alter. Sie werden in der letzten Etappe ihres individuellen Weges begleitet – an einem Ort der Geborgenheit. Bis zum letzten Augenblick.

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