Hospiz am Iterbach: Trubel ist hier ausnahmsweise mal erwünscht

Von: hpl
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Bald offiziell eröffnet: Das neue Hospiz am Iterbach stellt sich vor. Foto: Michael Jaspers
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Die Belegschaft des Ford Forschungszentrums hat in die Hände gespuckt und an der Außenanlage kräftig Hand angelegt. Foto: Michael Jaspers

Aachen. In gewisser Weise wird ein Schlussstrich gezogen – auch wenn es um die offizielle Eröffnung eines Hauses geht. Aber wenn am 15. November das neue Hospiz am Iterbach seiner Bestimmung übergeben wird, soll damit zugleich ein Kapitel abgeschlossen sein, das den Verantwortlichen manch schlaflose Nacht beschert hat.

Die Eröffnung sollte eigentlich bereits im Mai stattfinden, musste aber wegen einer bis heute nicht aufgeklärten Brandstiftung verschoben werden. Das ist Geschichte. Weil der Bedarf an Hospizplätzen enorm ist, entschied sich die Geschäftsführung, bereits Anfang Juli die ersten Gäste aufzunehmen. Die Reaktionen der Familien, die ihre Angehörigen in deren letzter Lebensphase bestens betreut wussten, sind überaus positiv.

Das neue Hospiz will Menschen, deren Lebensdauer – medizinisch überprüfbar – sehr begrenzt ist, eine letzte Phase in Würde ermöglichen. Gerade in der aktuellen politischen Diskussion um Hilfe für sterbende Menschen – im Spannungsverhältnis zwischen Sterbehilfe und Hospizwesen – wird die Notwendigkeit der Häuser wie dem im Itertal mehr als offensichtlich. Davon können sich auch die Menschen der Region am Sonntag, 15. November, überzeugen. Dann freuen sich die Mitarbeiter der Betreibergesellschaft Home Care Städteregion genauso wie die vielen ehrenamtlichen Helfer über möglichst zahlreiche Besucher im Hospiz an der Eisenhütte 21-25.

Los geht es um 13 Uhr. Vor Ort kann man sich über zahlreiche Aspekte informieren. Home Care Aachen stellt ebenso seine Arbeit vor wie die Hospizstiftung Region Aachen und der Freundeskreis Hospiz am Iterbach ihr ehrenamtliches Engagement. Selbstverständlich wird erklärt, wie der Einzug ins Hospiz erfolgen kann und welche Möglichkeiten der ehrenamtlichen Mitarbeit es im Alltag der Hospizbetreuung gibt. Es geht an diesem Tag darum, diesen Ort der Ruhe und des Friedens ausnahmsweise der breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Ohne Schwellen- oder Berührungsängste, rein informativ. Zu diesem Zweck gibt es Hausführungen und Filmvorführungen. Hungrig und durstig muss zudem niemand nach Hause fahren. Es gibt allerdings keine Pkw-Parkplätze, weshalb ein permanenter Shuttle-Service eingerichtet wurde: ab den Parkplätzen Rewe und Penny an der Schleidener Straße 159 und 164.

Das neue Hospiz versteht sich als Initiative der Bürgerschaft. Diesen Gedanken hatten auch die Mitarbeiter des Ford Forschungszentrums. Im Rahmen der Initiative „Global Week of Caring“ haben 25 Mitarbeiter an insgesamt acht Tagen auf dem Gelände richtig angepackt und 310 Arbeitsstunden gespendet. Sie haben den bürgerschaftlichen Gedanken mit Leben gefüllt.

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