Hoher Stand in der Region: Individuelle Strategien gegen Burnout

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Aachen. In die Gesundheit der Mitarbeiter zu investieren, lohnt sich für Unternehmen. Dies ist das Fazit einer Veranstaltung, zu der die AOK mit der Uniklinik, den Vereinigten Unternehmerverbänden Aachen (VUV) sowie ihrem Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF ) eingeladen hatte.

Unter dem Titel „Burnout in der Arbeitswelt – Ursachen, Folgen, Lösungen“ wurden zunächst die Auswirkungen psychischer Beanspruchung der Arbeitnehmer beleuchtet. „War im Jahr 2004 lediglich eine Krankschreibung von 1000 Beschäftigten auf Burnout zurückzuführen, sind es in jüngster Zeit bereits etwa fünf“, sagt Waldemar Radtke, Regionaldirektor der AOK in der Städteregion und im Kreis Düren. Wobei die tatsächliche Zahl nach Expertenschätzungen noch höher sein dürfte, da auf manchen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen die Diagnose „Burnout“ nicht auftaucht – sondern andere Symptome wie Magen-Darm-Beschwerden oder Rückenschmerzen.

Etwa 120 Unternehmer, Geschäftsführer und Personaler aus der Region informierten sich bei diesem Kongress. Das große Interesse freut die Veranstalter: „Traditionell ist der Krankenstand in unserer Region gegenüber dem übrigen Rheinland erhöht“, sagte Radtke.

„Hochrechnungen für das vergangene Jahr ergeben einen voraussichtlichen Wert im Rheinland von 5,91 Prozent – während in der Städteregion Aachen und dem Kreis Düren 6,32 Prozent erwartet werden“, so Radtke. Dies könnten die Firmen aktiv verbessern.

Experten verschiedener Fachrichtungen zeigten auf, wie Unternehmen von der Einführung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements profitieren. Für viele Firmen, besonders für kleine und mittelständische, ist laut Radtke die praktische Umsetzung eine große Herausforderung. Betriebliches Gesundheitsmanagement sei viel mehr als nur den Krankenstand zu senken. „Es geht zum Beispiel auch um die Steigerung der Motivation“, so Dr. Julia Schröder, Geschäftsführerin des BGF.

Damit die Umsetzung gelingt, müssen alle Ebenen und Bereiche eines Unternehmens beteiligt werden. Und: Es müssen individuelle Lösungen gefunden werden. Bei den Chocoladenfabriken Lindt & Sprüngli ist dies gelungen. Dietmar Klose, Direktor Personal des in Aachen ansässigen Traditionsunternehmens, stellte dar, dass durch die seit etlichen Jahren praktizierte Betriebliche Gesundheitsförderung der Krankenstand um mehr als die Hälfte gesenkt werden konnte.

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