Hoffnung auf mehr Ruhe in Driescher Hof

Von: Andreas Gabbert
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Aachen. Die Anwohner des Driescher Hofs sehnen sich nach Ruhe. Seit Jahren kämpft dort ein Kreis engagierter Bürger für einen besseren Lärmschutz entlang an der Autobahn 44, die an dem Wohngebiet vorbei führt.

Bislang hatten sie damit wenig Erfolg, da die errechneten Lärmbelastungen unter den zulässigen Grenzwerten lagen. Doch nun gibt es neue Hoffnung.

Die Bundesregierung will für den Lärmschutz an Autobahnen und Bundesstraßen langfristig 1,5 Milliarden Euro aufwenden und hat die Grenzwerte für Lärmsanierungsmaßnahmen gesenkt. „Verkehrslärm kann krank machen. Deswegen senken wir die Werte für den Lärmschutz an schon bestehenden Bundesstraßen und Autobahnen um drei Dezibel ab”, sagte Verkehrsminister Peter Ramsauer. Das entspreche akustisch der Halbierung des vorbeifahrenden Verkehrs.

50 Millionen für 2010 angesetzt

Noch in diesem Jahr würden dafür 50 Millionen Euro eingesetzt. „Dieser finanzielle Kraftakt lohnt sich, weil wir damit die Nerven der Anwohner schonen und einen überaus wichtigen Beitrag für ihre Gesundheit und eine höhere Wohnqualität leisten”, erklärte Ramsauer.

Für den Aachener CDU-Ratsherren Egbert Form ist der Trend klar. Form gehört selbst zu den Betroffenen. Vom Grundsatz her bestehe auch am Driescher Hof ein Anspruch auf lärmmindernde Maßnahmen. „Wir warten jetzt auf eine Antwort des Verkehrsministeriums, dass aufgrund der neuen Grenzwerte eine Planung angestoßen wird, um möglichst frühzeitig an die Töpfe zu kommen”, sagte Form.

Jetzt gehe es darum, die nächsten Schritte in Angriff zu nehmen: Planung, Finanzierung und Realisierung. „Nun heißt es, weiter kämpfen, um bei den ersten Realisierungen dabei zu sein.”

Zu den ersten Projekten sollen laut Verkehrsminister Peter Ramsauer die Autobahn 3 südlich von Köln und die Bundesstraße 430 in Neumünster gehören.
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