Aachen - Hochschulsportshow sorgt für akrobatische Höhepunkte

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Hochschulsportshow sorgt für akrobatische Höhepunkte

Von: Rauke Xenia Bornefeld
Letzte Aktualisierung:
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Sport und Anmut Hand in Hand: Bei der Show des HSZ zeigten die sportlichen Akademiker, dass Rhönradfahren auch in verwegenen Kostümen möglich ist.
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Geschultert: Schlüsselbeine und Handgelenke überstanden auch diesen Stresstest. Foto: Andreas Schmitter
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Auch für Tanzeinlagen lieferte Prof. Marcus Baumann mit der FH-Big-Band den passenden Sound.

Aachen. Ponpons schütteln, Keulen werfen, mit den Hüften wackeln, Menschen in die Luft oder auf den Boden werfen – die 230 Studierenden, die sich am Dienstagabend am wiederholten Gelingen der Hochschulsportshow in der Sporthalle am Königshügel beteiligten, taten alles dafür, um die eigene Betriebstemperatur und die der über 500 Zuschauer anzuheizen.

Sie arbeiteten mit Kreativität und sportlichem Können erfolgreich gegen die Eistemperaturen in der maroden Halle an und sorgten so auch bei der 35. Auflage für Begeisterungsstürme. Die Hochschulsportshow ist eins der wichtigsten Events im Kalender des Hochschulsportzentrums (HSZ) und vor allem in dem der Studierenden. Innerhalb von fünf Tagen waren sämtliche 450 Tickets vergriffen.

Dass die veraltete Heizungsanlage winterlichen Außentemperaturen nichts entgegenzusetzen hat, schreckte die Fans nicht ab. Macht aber den Verantwortlichen am HSZ und an der RWTH und der FH Aachen zunehmend Sorgen. „Die Halle sollte eigentlich schon vor drei Jahren nicht mehr stehen“, betonte HSZ-Leiter Peter Lynen. „Wir stehen ständig im Zwiespalt zwischen der sportlichen Professionalität und den maroden Zuständen unserer Sportanlagen.“

Öffentliche Gelder seien indes nicht in Sicht. Dabei sei der Hochschulsport ein wichtiges Element für ein ausgeglichenes Studentenleben. „Hochschulsport bedeutet für viele Emotion, Kommunikation, schlicht Lebensfreude in ihrer ganzen Diversität – vom Spitzensport bis zu den Programmen für Menschen, die vorher noch nie Sport getrieben haben“, so Lynen.

Auch Professor Marcus Baumann, Rektor der FH Aachen, sowie Professorin Doris Klee, Prorektorin für Personal und wissenschaftlichen Nachwuchs der RWTH, betonten die Wichtigkeit des Sportangebots für Studierende und Mitarbeiter als Ausgleich, aber auch Disziplinlehrer. „Wer sich am Ende des Semesters noch mit viel zeitlichem Einsatz an der Hochschulsportshow beteiligt, beißt sich auch durch die Klausur“, war Baumann überzeugt.

Auch deshalb nehmen die Hochschulen nun selbst sechs bis zehn Millionen Euro in die Hand, um zumindest am Standort Jülich für moderne Sportstätten zu sorgen. Wie es am Königshügel weitergeht, ist indes ungewiss: „Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes gibt einfach nicht genug Unterstützung“, befand Klee.

Während sich die Verantwortlichen also mit einem weinenden und einem lachenden Auge frierend die Show ansahen, konzentrierten sich die Aktiven ganz auf ihren jeweiligen Auftritt. Naturgemäß hatten sich die Gruppen der über 90 im HSZ angebotenen Sportarten angemeldet, die ohnehin Auftrittscharakter haben: Ballett unter der Leitung von Ken Bridgen war neu dabei und überzeugte mit einem getanzten Märchen um zwei Liebende sowie liebevoll gestalteten Kostümen. Die ET Lions, Gewinner des Cheerleading-Wettbewerbs beim Uni-Cup 2017, ließen Super Mario wieder auferstehen und vor allem hoch fliegen.

Die Gesellschaftstänzer, trainiert von Ilona Gehlhaar und Wolfgang Krüppel, präsentierten eine ausgeklügelte Walzer-Formation zu keltischen Klängen mit spanischem Titel. Und die Hip Hopper um Xiao Sommer-Zhang griffen George Lucas schon einmal mit der „Episode MMXVIII“ vor.

Mit dabei waren aber auch wieder die Judokas des HSZ, die ebenfalls Serien-Anleihen nehmend, ihre Show „Game of Throw“ (Spiel des Werfens) nannten, sowie erstmals Aikido-Kämpfer mit dem „Weg zur Harmonie“.

Die FH-Big-Band „Full House“ garnierte alles mit sattem Sound und konnte in diesem Jahr auch wieder auf Rektor Baumann als Pianist zurückgreifen. So hatten die Zuschauer reichlich Gelegenheit sich warm zu klatschen und zu trampeln.

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