Hochschulinformationstag: Prinzip Babywindel gegen Dürreperioden

Von: Peter Schopp
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Die Zukunft im Blick: Die kleinen Ingenieure von übermorgen waren von der Technik bei der FH ebenso fasziniert wie ältere Generationen von Robotern und Raumfahrtprozessen. Foto: Andreas Steindl
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Die Zukunft im Blick: Die kleinen Ingenieure von übermorgen waren von der Technik bei der FH ebenso fasziniert wie ältere Generationen von Robotern und Raumfahrtprozessen. Foto: Andreas Steindl
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Menschen und Motoren: An allen Ständen erklärten Mitarbeiter mit Freuden die Prinzipien ihrer Forschungsgebiete. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Die wichtigste Information dröhnte gleich zu Beginn über die Lautsprecheranlage. „Die Cafeteria hat den ganzen Tag geöffnet!“ Für manch einen Besucher war dies ein wichtiger Hinweis, zeugten doch die Nummernschilder der geparkten Autos im Umfeld der Fachhochschule an der Eupener Straße von teilweise bemerkenswerten Anreisedistanzen.

Die Bildungsanstalt hatte zum Hochschul-Informationstag HIT geladen, und der neutrale Betrachter hatte den Eindruck, alle waren gekommen. Denn nicht nur viele Schüler nutzten den Tag, um sich über interessante Studiengänge zu informieren und einen ersten Eindruck des studentischen Alltags vermittelt zu bekommen, sondern auch zahlreiche Eltern begleiteten ihre Sprösslinge auf den ersten Schritten in eine größere Selbstständigkeit.

Wer also den Weg auf das Gelände der FH Aachen an der Eupener Straße gefunden hatte, wurde mit einer prallen Ladung Wissen und Information konfrontiert. Im Eingangsbereich von Haus 1 hatten viele der ansässigen Studiengänge einzelne Versuchsstationen, Modelle ihrer Arbeiten und Versuchsprojekte aufgebaut, um den Menschen auf diesem Wege den Übergang vom theoretischen Studieren hin zur praktischen Anwendung vor Augen zu führen.

Als „normaler“ Verbraucher macht man sich eher selten Gedanken darüber, wie das Prinzip einer Babywindel funktioniert. Hier wird mit Hilfe eines sogenannten Superabsorbers (Pulver) Flüssigkeit gebunden und gesammelt. Momentan wird daran geforscht, dieses Prinzip zu nutzen, um in Gebieten mit langen Dürrephasen auf diese Art das Wasser im Boden zu binden und Pflanzen ein längeres Überleben zu ermöglichen. Anhand von Schokoküssen machte Ulrike Scholl vom Fachbereich angewandte Chemie deutlich, wie die sogenannte Tiefenkrankheit bei Tauchern entsteht.

Schokoküsse und Tauchen

Setzt man die Süßwaren in einen Glaskubus und erzeugt ein Vakuum, dehnen sich die Luftblasen aus, der Schokokuss wächst extrem an und schrumpft anschließend (bei Druckausgleich) wieder. Genauso verhält sich die Lunge beim Tauchgang. In Haus 2 empfing die Besucher ein Roboter, außerdem waren hier vom Studiengang der Luft- und Raumfahrttechnik Flugzeuge, Rennautos und ein Heißluftballon ausgestellt.

Produktionsoptimierung wurde anhand von Legoautos demonstriert, und die Zukunft der Konsumgesellschaft erklärte Florian König mit Hilfe seiner ausgestellten Bachelorarbeit, einer Maschine, die es in Zukunft möglich macht, sich beispielsweise vom Handy aus eine Regalwand oder ein Auto nach Wunsch zusammenzustellen und auch gleich zu bestellen. Industrie 4.0 lässt grüßen. An allen Positionen warteten motivierte Mitarbeiter mit interessanten Erklärungen, gingen auf die teilweise doch skeptisch blickenden jungen Menschen zu, so dass die Schwellenangst schnell überwunden wurde und überall kleinere oder größere Gruppen in Gesprächen vertieft waren. Die Hörsäle der FH füllten sich in regelmäßigen Abständen zu immer neuen Vorträgen, man musste den Stundenplan schon gut studiert haben, um rechtzeitig an entsprechender Stelle zu sein.

Infos zum Standort Jülich

Dabei wurde den Zuhörern auch gleich der Eindruck eines überfüllten Hörsaals mit vermittelt, reichten doch die Sitzplatzkapazitäten in den wenigsten Fällen aus. Natürlich gab es auch Informationen zum Studium am Standort Jülich, außerdem bietet die FH Aachen neun duale Studiengänge an, also die Kombination aus Studium und Arbeitsplatz. Die elfte Auflage des Informationstages war jedenfalls wieder ein voller Erfolg, der überwältigende Besuch war Beweis genug. Diejenigen, die nicht teilnehmen konnten, haben die Möglichkeit, sich an die allgemeine Studienberatung zu wenden. Aber verpasst haben sie schon etwas.

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