Hochbetrieb beim „Partner des Weihnachtsmanns“

Von: Svenja Pesch
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Ab aufs Band: In den Wochen vor den Weihnachtsfeiertagen werden in Deutschland Tag für Tag mehr als sechs Millionen Päckchen und Pakete aufgegeben. Foto: Steindl
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Ein „Partner des Weihnachtsmannes“: Wie seine rund 60 000 Kolleginnen und Kollegen in ganz Deutschland hat auch dieser junge Mann in der DHL-Zustellbasis an der Aachener Debyestraße in diesen Tagen alle Hände voll zu tun. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Weihnachten im Oktober? Ist das trotz der ersten Spekulatius und Dominosteine in den Läden nicht doch ein wenig früh? „Nein, das ist es nicht. Für uns beginnt Weihnachten tatsächlich schon im Oktober“, erzählt Dieter Pietruck, Pressesprecher der Deutschen Post, in der DHL-Zustellbasis in der Aachener Debyestraße.

 Denn während in den Läden so ganz langsam die ersten Weihnachtssachen ankommen, beginnt bei DHL schon das brummende Geschäft. Die ersten Firmen senden Präsente an ihre Kunden, während Ende November auch die Privatleute eifrig Päckchen an die Liebsten verschicken. DHL gehört in punkto Paketzustellung zu den führenden Unternehmen. Und jetzt in der Weihnachtszeit ist der Stress am höchsten. Über sechs Millionen Pakete werden dann alleine in Deutschland pro Tag aufgegeben. Das bedeutet mehr Aufwand, der dank der zusätzlich engagierten gut 10.000 Hilfsarbeiter in den 33 Paketzentralen in Deutschland nahezu reibungslos bewältigt werden kann.

Oliver Zentis, Leiter der Aachener Zustellbasis, erklärt, wie der typische Weg einen Pakets aussieht: „Der Kunde gibt beispielsweise ein Paket in einer Zentrale in Köln auf, welches dann auf sein Ziel konzentriert wird, aufgelegt wird und zur Zielstelle verteilt wird. Dort wird es von einem der 60.000 Mitarbeiter deutschlandweit entgegengenommen und noch einmal innerhalb der Stadt seinem bestimmten Bezirk zugeteilt. Schließlich wird es in den Lkw geladen und zum Empfänger gebracht.“

76 Zustellbezirke

In Aachen existieren 76 Zustellbezirke. Die Mitarbeiter beginnen morgens um sieben Uhr in der Frühe und arbeiten in der Hochsaison bis zu zehn Stunden täglich. Und auf den Bändern in der Zustellbasis findet man wirklich alles. Große Pakete, kleine Pakete, flache und ganz hohe, weihnachtlich verpackte mir goldenem Sternenpapier und einige mit der auffallenden Warnung „Vorsicht Glas“.

Edgar Donhauser ist einer der Mitarbeiter, der die kleinen Freuden an die Haustür bringt. Sein Gebiet ist die Innenstadt und besonders der Teil rund um die RWTH. Was lassen sich die Studenten denn meistens so schicken? „Das ist ganz unterschiedlich“, erzählt Donhauser. „Viele bekommen ein Päckchen von der Familie, weil sie über die Feiertage nicht zu Hause sein können. Generell sind die Studenten immer sehr freundlich und nehmen auch Pakete für die Nachbarn an, sollte mal keiner da sein. Was die Lieferungen betrifft, ist schon alles Erdenkliche dabei gewesen. Von ganz normalen Büchern und CDs bis hin zu riesigen Musikanlagen. Heute habe ich 220 Lieferungen rund um die Uni.“ Und schon lädt er die vielen Pakete in den großen Lkw.

Wer sein Geschenk bis zum 22. Dezember, 12 Uhr, in einer der Annahmestellen aufgibt, der hat noch die Garantie, dass es auch am 24. unter dem Weihnachtsbaum liegt. DHL verzeichnet dieses Jahr als das Jahr der Rekorde mit zweistelligen Wachstumsraten. So viele Pakete gab es noch nie, was wohl auch daran liegt, dass die vielen Onlineshops immer mehr Kunden gewinnen. Oliver Zentis beobachtet das Treiben mit einem Lächeln im Gesicht. Ein Paket nach dem anderen wird verladen und landet später in vielen Familien unter dem Weihnachtsbaum. „Wir sind eben der Partner vom Weihnachtsmann“, sagt Zentis schmunzelnd. „Alleine wäre das viel zu viel für ihn.“

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