Hitzige Debatte um Eisbahn vor dem Theater

Von: Marie Eckert
Letzte Aktualisierung:
12714878.jpg
Die grundsätzliche Idee einer Eisbahn als Attraktion in der Innenstadt während der Vorweihnachtszeit wurde trotz der Kritik an der Verkehrsführung fraktionsübergreifend gelobt. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Ausgerechnet die Frage nach der Errichtung einer temporären Eisbahn eines privaten Investors zur Vorweihnachtszeit auf dem Vorplatz des Aachener Stadttheaters entfachte im Mobilitätsausschuss eine hitzige Diskussion.

Der Grund: Das Eislaufvergnügen würde vermutlich bei etlichen Autofahrern das Vergnügen schmälern, weil deren Mobilität mitten im Weihnachtsgeschäft eingeschränkt werden müsste. Denn die Umfahrung des Theaters würde auf der Nordseite des Theaterplatzes – quasi zur Fußgängerzone. Nur noch Busse und Lieferwagen dürften dann von der Theaterstraße aus rechts um das Theater herumfahren.

Diese Verkehrsführung erntete im Ausschuss kritische Stimmen und barg einiges an Diskussionspotenzial. Allerdings erhielt die grundsätzliche Idee einer Eisbahn als Attraktion in der Innenstadt während der Vorweihnachtszeit auch fraktionsübergreifend Lob. Schließlich erging einstimmig der Auftrag an die Verwaltung, die Machbarkeit und die möglichen Folgen einer vorübergehende Sperrung der Nordseite des Theaterplatzes zu überprüfen – womit die endgültige Entscheidung über die Eisbahn aber (noch) auf Eis liegt.

Eine „hanebüchene Situation“ monierte Wilfried Fischer für die Grünen für Radfahrer in der Breslauer Straße, wo ein Teilstück des maroden Radweges seit sage und schreibe 20 Monaten gesperrt ist Momentan müsse wegen dieser Sperrung zweimal die Seite gewechselt werden, so die Grünen. Deswegen plädierten die Grünen dafür, ihrem Ratsantrag zu folgen und die Verwaltung zu beauftragen, eine Sanierungslösung für beide Straßenseiten zu finden.

„Wenn man ein Projekt verfolgen möchte, können Mittel auch entsprechend umgeschichtet werden“, sagte Relindis Becker (Grüne) zur Finanzierung. Allerdings stimmte die Mehrheit des Ausschusses gegen diesen Antrag. Die Verwaltung soll nun, wie sie selber vorgeschlagen hatte, die Nebenanlagen der Breslauer Straße überplanen und anschließend die Sache der Politik erneut zur Beratung vorlegen.

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert