Historischer Rekord: Jede Nacht nehmen 2316 Gäste ein Zimmer

Von: Robert Esser
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Aachen. Historischer Rekord! Noch nie haben die Aachener Hotels mehr Übernachtungen gezählt als im vergangenen Jahr. Der Aachen Tourist Service verzeichnete 2010 im Null- bis Fünf-Sterne-Sektor 356.948 Gästeankünfte und insgesamt 621.988 Übernachtungen.

Das entspricht im Vergleich zu 2009 einem Plus von acht Prozent. Sogar das bisherige Rekordjahr 2008 (619.151 Hotelübernachtungen) wurde übertroffen. Das sind fast doppelt so viele Hotelgäste wie vor 20 Jahren.

Hinzu kommen 2010 noch die Buchungen von Erholungs-, Ferien- und Schulheimen, Jugendherbergen sowie Kurkliniken und Campingplatz. „Für die Stadt Aachen wurden insgesamt 405.217 Ankünfte in gewerblichen Unterkunftsbetrieben gezählt, die zu insgesamt 845.661 Übernachtungen geführt haben”, teilte der Aachen Tourist Service am Mittwoch mit. Er beruft sich auf das amtliche Ergebnis des Landesbetriebs Information und Technik NRW. Damit schliefen 2010 in der Kaiserstadt - im statistischen Durchschnitt - jede Nacht 2316 auswärtige Gäste in gemieteten Betten.

Auffällig positiv sei auch die gestiegene durchschnittliche Aufenthaltsdauer in der Hotellerie-Statistik: „Sie lag dort bei 1,743 Nächten im Vergleich zu 1,695 Nächten im Jahr 2009”, hieß es. Jeder dritte Übernachtungsgast - ob Tourist oder Geschäftsmann - kommt aus dem Ausland. Vergangenes Jahr stieg der Anteil der Chinesen um 27,2 Prozent und der Anteil der Japaner um 18,4 Prozent. Zuwächse gab es auch bei Besuchern aus der Schweiz, Spanien, Schweden und den USA.

Krise in Aachen überwunden?

Das Krisenjahr 2009 liegt damit hinter der hiesigen Hotellerie. Damals hatte Quellenhof-Direktor Olaf Offers über Verluste von bis zu 15 Prozent geklagt. Der Präsident des Hotel- und Gaststättenverbandes NRW (Dehoga) befürchtete eine weitere Stagnation im Kongress- und Tagungsgeschäft.

„Nun haben wir uns zwar von der großen Krise erholt, aber schon bekommt unsere Branche wieder einen auf die Nase”, sagt Aachens Dehoga-Chef Dirk Deutz. Denn hier droht - wegen der klammen städtischen Haushaltslage - die Einführung der sogenannten Bettensteuer. „Das ist einfach unsäglich! Wir werden wegen der dann zwangsläufig höheren Preise viele, viele Übernachtungsgäste an Belgien, die Niederlande sowie die Nachbarkommunen verlieren. Das ist sicher”, ärgert sich Deutz.

Ein leichtes Minus verzeichneten schon 2010 die Aachener Kurkliniken. Sie meldeten 6636 Kurgäste und 141.458 Übernachtungen - das entspricht einem Rückgang von 5,1 bzw. 6,8 Prozent. Auf dem Aachener Campingplatz am Branderhofer Weg schlugen 13.112 Menschen ihre Zelte auf oder parkten dort ihre Wohnwagen. Die Anlage war damit ähnlich gut ausgelastet wie im Vorjahr (minus 0,2 Prozent).

Der Tourist Service zieht „mit großer Freude” ein positives Fazit und meldet abschließend: „Die Ergebnisse der Stadt Aachen liegen deutlich über denen der Städteregion Aachen und der touristischen Region Eifel und Aachen.”

Die Kaiserstadt verfügt insgesamt über knapp 3800 Hotelbetten. Noch in diesem Jahr sollen die Weichen für den Bau von drei weiteren Herbergen gestellt werden - zum Beispiel an der Krefelder Straße, am Europaplatz und an der Sandkaulstraße.
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