Historischer Jahrmarkt wird am Mittwoch eröffnet

Von: Luisa Thomé
Letzte Aktualisierung:
7950716.jpg
Am Dienstag lief noch der Aufbau, doch am Mittwoch ist alles bereit: Helmut jägers von der IG der Ortsvereine, Michael Dahms vom Veranstalter Roncalli-Märkte, Ladislaus Hoffner von der Bezirksvertretung und Bezirksamtsleiterin Rita Classen freuen sich auf die Eröffnung des Historischen Jahrmarkt in Kornelimünster. Foto: Ralf Roeger

Kornelimünster. Da ist Gilbert, ausnahmsweise mal nicht feuerspuckend. Gilbert – französisch ausgesprochen bitte – ist das Maskottchen des historischen Spektakels in Kornelimünster. Seit Jahren begeistert er dort die durchschnittlich 100.000 Zuschauer während des Jahrmarkts im Ortskern.

Er steht für Tradition. Genau wie das Pferdekarussell von 1886, an dem er singend vorbeischlendert.

Tradition wird großgeschrieben

Auf dem historischen Jahrmarkt kann Tradition sicher groß geschrieben werden: So tanzen auch bei der 39. Auflage, die am Mittwoch beginnt, wieder die Flöhe im Zirkus: „Und ja, es sind echte Flöhe, und ja, die machen wirklich Kunststücke“, erklärt Michael Dahms vom Veranstalter Roncalli Märkte. Die Berg- und Talbahn von 1939 bietet alljährlich ihre „Fahrt ins Paradies“ an, und an der historischen Schießbude aus den 50er Jahren kann man tatsächlich noch Gewinne aus der damaligen DDR abstauben. Historisch eben.

Auch in der Händlerszene ist der Markt an der Inde bekannt: Glaskünstler, Bildhauer, Maler, Korbmacher, Sattler, Besteckkünstler, Seifenblasenkünstler, Ledermacher. Wenn man den Weg bis zum Korneliusmarkt einmal gemacht hat, wird man sicher fündig. Künstler, Clowns und Gaukler füllen währenddessen das Programm rund um die etwa 140 Marktstände. Das tun sie, wo auch immer sie es wollen, denn eine große Bühne gibt es auf dem Jahrmarkt nie.

Welchen Schauplatz sich Jochen sucht, darauf sind die Kinder vermutlich am meisten gespannt. „Wenn man eine riesige Traube von Kindern sieht, dann weiß man, wer mittendrin steht: Jochen“, erzählt Dahms. Bei Jochen handelt es sich um einen kleinen Elefant, der während der Markttage von seinem Dreirad aus mit dem Publikum spricht. Und damit nicht genug. Tierische Unterstützung bekommt Jochen von der alljährlichen Gänsekapelle, die ihren Weg von Holland bis nach „Knolle“ macht. „Die fühlen sich hier pudelwohl“, versichert Helmut Jägers, Vorsitzender der Interessengemeinschaft der Ortsvereine. „Wohl eher gänsewohl“, korrigiert Rita Claßen, Bezirksamtsleiterin in Kornelimünster, und lacht.

Aseag fährt Sonderschichten

Um mit dem Auto keinen Strafzettel zu bekommen, wird den Besuchern empfohlen, die am Ortseingang ausgeschilderten, zusätzlich eingerichteten Parkmöglichkeiten zu nutzen. Von dort aus sind es nur ein paar Minuten Fußweg bis zum Korneliusmarkt. Die Aseag verstärkt außerdem ihren Einsatz in den Aachener Süden: Mit den Linien 66, 68, 35 und 135 lässt sich der Jahrmarkt beispielsweise von Aachen-Bushof auf direktem Wege erreichen.

Der historische Ortskern ist während des Markts, der bis zum 22. Juni andauert, für den Durchgangsverkehr gesperrt. Zur Eröffnung findet am Mittwoch um 19 Uhr ein Gottesdienst in St. Kornelius statt. Der Eintritt ist wie jedes Jahr frei.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert