Historischer Jahrmarkt: Vom Flohzirkus bis zum Korbmacher

Von: Leon Kirschgens
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Am Mittwoch ist der Startschuss für die Kirmes: Polizeihauptkommissar Walter Frantzen (von links), Rita Claßen, Marcus Sommer, Jakob von Thenen, Ewald Vincken freuen sich schon auf 42. Auflage des Historischen Jahrmarktes. Foto: Michael Jaspers
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Am Mittwoch ist der Startschuss für die Kirmes. Foto: Michael Jaspers

Aachen. „Darf man den historischen Jahrmarkt denn noch historisch nennen?“, lautete die erste Frage zur Eröffnung des 42. Historischen Jahrmarkt in Kornelimünster. Und ebenso prompt kam die Antwort: „Ja, natürlich!“, antwortete Veranstalter Olaf Kossakowski von der Roncalli Entertainment GmbH.

Das ohnehin schon mittelalterlich wirkende Inde-Städtchen in der Voreifel mit seinen engen Gassen, den hohen Fachwerkhäusern und den Kopfsteinpflastern verwandelt sich ab am Mittwoch in eine wahre Filmkulisse für Gaukler und Künstler.

Doppelt so viele Bewerbungen

Etwa 140 Stände säumen den Ortskern, und wäre Kornelimünster damit noch nicht randvoll, hätten es auch deutlich mehr werden können: „Wir hatten doppelt so viele Bewerbungen“, sagte Kossakowski. Ob Bildhauer, Flohzirkus oder Korbmacher: Die Besucher – Zehntausende werden erwartet – werden bis Sonntag in eine verwunschene Zeit reisen. Auch die Gänsekapelle, die in den vergangenen zwei Jahren aussetzte, wird wieder lauthals durch die Gassen watscheln.

Doch damit nicht genug Tradition: Wie jedes Jahr findet Mittwochabend um 19 Uhr der ökumenische Eröffnungsgottesdienst in der Propstkirche St. Kornelius statt. Propst Dr. Ewald Vienken ist stolz, dass „Knolle“ so etwas zusammen mit der Kirche zu bieten hat: „Der Begriff Kirmes kommt ja von ‚Kirche‘ und ‚Messe‘, da wollen wir die Tradition aufgreifen und auch in der Messe etwas bieten“, sagte er. Ein einmaliges Erlebnis aus den vergangenen Jahren sei beispielsweise der Feuerspucker in der Kirche gewesen.

Wie die Kirche, so präsentieren sich auch wieder die ortsansässigen Vereine mit einem Gemeinschaftsstand. „Für das Ortsleben ist der Jahrmarkt ein Highlight, das Gemeinschaft und Identität stiftet“, sagte Markus Sommer vom Bürgerverein Kornelimünster. Von weit her kämen dagegen viele angereist, weil es für sie „etwas von Urlaub“ habe.

Eines ist dann aber doch eher neu denn traditionell: Auf der Brücke am Eingang wird die Tage über eine „Tihange-Aus“-Säule stehen. Doch wer weiß, wie lange das Atomkraftwerk tatsächlich noch am Netz bleibt: Vielleicht gehört die Tihange-Säule dann irgendwann auch zur Tradition des historischen Jahrmarkts …

Der Markt ist Mittwoch und Freitag von 14 bis 22 Uhr sowie Donnerstag und Samstag von elf bis 22 Uhr geöffnet. Am Sonntag öffnet der Markt auch bereits um elf Uhr, schließt aber schon um 20 Uhr.

Gebührenpflichtige Parkplätze werden ausgeschildert. Die Aseag fährt mit den Linien 35, 55 und 65 nach Kornelimünster.

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