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Hilfsverein „Wabe“: Alle Angebote unter einem Dach

Von: Nina Mainz
Letzte Aktualisierung:
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Die „Wabe“ zieht um: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Alois Poquett (hinten links) können jetzt die Kisten an der Jülicher Straße auspacken. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Noch ist es nicht so gemütlich in den neuen Räumen der „Wabe“. Die ersten Umzugskartons müssen ausgepackt werden, und es gibt noch einige Baustellen, bis alles im neuen Zuhause des Vereins so aussieht wie geplant. „Das war für uns wie Weihnachten und Ostern zusammen“ beschreibt Alois Poquett, Geschäftsführer der „Wabe“, den Moment als klar war, dass der Verein eine neue Heimat bekommt.

Nach 22 Jahren verlegt die „Wabe“ ihren Sitz von Haaren in die Jülicher Straße 352 und liegt damit zentraler und ist einfacher erreichbar als vorher. Von dem mehr als 3000 Quadratmeter großen Grundstück stehen rund 2500 Nutzfläche zur Verfügung, die für zahlreiche Büro- und Werkstatträume genutzt werden.

Langzeitarbeitslose im Einsatz

Seit die Planung für den aufwendigen Umbau und die Renovierung des Gebäudes im Sommer dieses Jahren endlich losgehen konnte, war schon viel passiert. So musste in das Gebäude, das bis vor zwei Jahren die „FEV GmbH“ beherbergte, eine komplett neue Heizung und Elektrik sowie Fenster eingebaut werden. „Wabe“ hat mit dem Vorsatz, einen möglichst großen Teil der Arbeit selbst zu erledigen, eine Gruppe Langzeitarbeitslose eingestellt, unter ihnen etwa Maler und Lackierer und Elektriker.

Mit viel Einsatz und der ein oder anderen Überstunde wurde in den vergangenen Wochen eine ganze Menge geschafft. Einige Büros konnten schon bezogen werden, hier warten die Umzugskartons darauf, ausgepackt zu werden. Im kommenden Jahr werden dann die restlichen Werkstattflächen, Büros und weitere Sanitärräume in Ordnung gebracht, so dass die nächsten Umzüge im April und Juni stattfinden können.

Nach Abschluss aller Umbau- und Renovierungsarbeiten werden die Vereinszentrale sowie mehrere Projekte, die bisher an verschiedenen Standorten in der Stadt verteilt untergebracht waren, Platz in dem neuen Gebäude auf der Jülicher Straße finden. So bekommt dort die „LEWAC“, ein Kooperationsprojekt der „Lebenshilfe Aachen Werkstätten & Service GmbH“ und der „Wabe“ ein neues Zuhause.

Das Projekt widmet sich Menschen mit Behinderung und besonderem Unterstützungsbedarf, um ihnen neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen. Außerdem werden eine Kreativ- sowie eine Recyclingwerkstatt und die Fahrradwerkstatt bald ins neue Gebäude einziehen. Schließlich findet auch der Bereich Garten- und Landschaftspflege auf dem Gelände in der Jülicher Straße eine neue Heimat. „Das ist für unsere Bedürfnisse ideal“, erklärt Poquett.

Gerade die Zusammenführung der Vereinszentrale mit verschiedenen Projekten unter einem Dach wird die Zusammenarbeit erleichtern und Kosten sparen. Unterstützt wurde der Verein, der etwa 625.000 Euro in das Projekt investiert, durch die Stawag, bisheriger Eigentümer des Gebäudes, und die Stadt Aachen.

Eine offizielle Einweihungsfeier wird es im Sommer geben, wenn alle Kisten ausgepackt und Büros sowie Werkstätten eingerichtet sind.

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