Hilferuf aus Sibirien nach Aachen

Von: all
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Aachen. Die weltweite Wirtschaftskrise trifft die armen Regionen der Welt weitaus stärker als die Industriestaaten. Sie stürzt auch Millionen Menschen in vermeintlich aufstrebenden Wirtschaftsnationen wie Russland in existenzielle Nöte.

Die „Armen-Schwestern vom Heiligen Franziskus” in Aachen, die Mitte der 1990er Jahre zusammen mit den „Missionarinnen Christi” in der sibirischen Metropole Omsk die katholische Caritas aufgebaut haben, erreichte jetzt ein Hilferuf von Schwester Maria Elisabeth Jakubowitz.

Die Ordensfrau ist Direktorin der Caritas Westsibirien und schrieb: „Ich brauche wirklich dringend Spenden für die Arbeit der Mutter-Kind-Zentren, sonst bricht mir die Arbeit der Beratungsstellen zusammen.” Die elf Mutter-Kind-Zentren der Caritas in Westsibirien sind sozialpädagogische Beratungsstellen für Schwangere und alleinerziehende Mütter oder Väter in Krisensituationen. Jährlich nutzen mehr als 800 Familien mit über 1000 Kindern die dortigen Hilfsangebote.

Grund für die aktuelle Notlage ist die drastisch gestiegene Zahl von Müttern mit Kindern, aber auch ganzen Familien, die sich hilfesuchend an die Caritas wenden. Im Zuge der Wirtschaftskrise gibt es in Sibirien in vielen Unternehmen und Verwaltungen Massenentlassungen, zudem werden zahlreiche Menschen auf unbestimmte Zeit in nicht bezahlten Urlaub geschickt.

Die Folge: Immer mehr Familien hungern. Das Mutter-Kind-Zentrum in Omsk erreichte kürzlich der Anruf einer jungen Frau, die für sich und ihr Baby schon seit mehreren Tagen nichts zu essen hatte. Eine andere Mutter meldete sich weinend, weil ihr sechs Monate altes Kind großflächige Erfrierungen im Gesicht aufwies, da die Temperatur in ihrer Hütte im kalten Winter deutlich unter null Grad gefallen war.

Die Caritas unterstützt die notleidende Bevölkerung in Sibirien auf vielfältige Weise, unter anderem mit Lebensmittelhilfe, Sozialberatung, Kleiderkammern, Suppenküchen, Kinderzentren und Mutter-Kind-Zentren.

Um diese wichtige Arbeit im notwendigen Umfang fortsetzen zu können, bittet die Caritas nun dringend um Spenden. Der Anfang dieses Jahres in Aachen gegründete Förderverein „Sibirienhilfe der Armen Schwestern vom heiligen Franziskus” ist dankbar für Zuwendungen auf das Spendenkonto 10 30 1010 10 bei der Pax-Bank eG, Aachen (BLZ 37060193).
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