Aachen - Hilfe, wenn es in Familien „brennt“

Hilfe, wenn es in Familien „brennt“

Von: Julia Gröbbels
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Als „Familienfeuerwehr“ stets im Einsatz: Annegret Lappessen, Heidi Baumsteiger und Irmgard Jonas (rechts). Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Viele Familien kennen Situationen wie diese: Das Kind ist krank, aber der Arbeitgeber duldet keine weitere Krankmeldung mehr. Die Großeltern wohnen in Süddeutschland und können auch nicht als Babysitter einspringen. Wenn der Alltag aus der Bahn gerät und sich die Familie in einer akuten Betreuungs-Notsituation befindet, dann hilft die „Familienfeuerwehr“ Caritas.

„Wir unterstützen die Familien auch, wenn beispielsweise ein Elternteil erkrankt, und keine gute Betreuung für die Kinder gefunden werden kann“, sagt Heidi Baumsteiger von der Caritas Aachen. Acht Frauen engagieren sich ehrenamtlich bei der Familienfeuerwehr und sind immer dann zur Stelle, wenn es irgendwo gerade „brennt“.

„Wir unterstützen die Familien, indem wir die Kinder vom Kindergarten abholen, Essen kochen oder bei den Hausaufgaben helfen“, sagt die ehrenamtliche Mitarbeiterin Annegret Lappessen. Für solche Fälle gibt es ein Notfalltelefon, über das montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr immer jemand erreichbar ist (0175/3335979). Projektleiterin Heidi Baumsteiger ist für alle Fragen erreichbar unter 9 49 27-23 sowie h.baumsteiger@caritas-aachen.de

Die Familienfeuerwehr leistet jedoch keine Pflegedienste und verabreicht keine Medikamente. Sie hilft außerdem maximal über einen Zeitraum von drei Tagen. „Wir entscheiden bereits am Telefon, ob es eine Situation ist, in der wir helfen können oder, ob etwas über unsere Kompetenzen hinausgeht.

„Ansonsten vermitteln wir die Leute auch weiter, beispielsweise an die Familienpflege“, sagt Irmgard Jonas. Sie betreut das Notfalltelefon und muss auch schon mal „nein“ sagen, weil nicht jeden Tag genügend Ehrenamtler zur Verfügung stehen. „Wir suchen immer wieder Leute, die gerne mit Menschen arbeiten und die sich gut auf neue Situationen einlassen können“, so Baumsteiger.

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