Hilfe für Rentner in Bosnien

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Aachen. Die Aachener Aktionsgemeinschaft „Den Krieg überleben im Aachener Netzwerk für humanitäre Hilfe und interkulturelle Friedensarbeit e. V”, die seit dem Krieg 1992 ununterbrochen Hilfe in Bosnien, insbesondere in der Region Tuzla, leistet, sieht es auch heute noch immer als dringend erforderlich an, sich für die besonders Bedürftigen einzusetzen.

Die aktuelle Situation Bosnien und Herzegowina ist in Kürze wie folgt beschrieben: Im Land herrscht Ruhe, kriegerische Auseinandersetzungen gibt es nicht mehr. Die Spannungen zwischen den ehemals verfeindeten Gruppen werden langsam abgebaut. Die wirtschaftliche Lage hat sich jedoch bis 2010 wenig verbessert; immer noch bestimmen Armut und Arbeitslosigkeit die Situation von vielen Menschen.

Die Regierung des Landes ist offenbar wenig in der Lage, der Not vieler Menschen wirkungsvoll entgegenzutreten Die Hauptleidtragenden sind vor allem Rentnerinnen und Rentner, die mittellos sind und keine Angehörigen mehr haben, die sie unterstützen können. Entsprechend einer aktuellen Statistik, die der Gruppe vorliegt, beträgt die Durchschnittsrente weniger als 120 Euro und das bei Lebenshaltungskosten, die fast im europäischen Durchschnitt liegen. In dieser Situation ist der bevorstehende Winter, der dort oft Temperaturen von unter 20 Grad erreicht, vor allem bei dem Gedanken der notwendigen Beschaffung von Brennmaterial für diese völlig unterversorgten Rentner ein Alptraum.

Hier sieht die Aktionsgemeinschaft einen konkreten humanitären Handlungsbedarf. Durch Kontakte mit den Stadtteilbüros, so genannten „Mjesna Zajednicas”, die einen Überblick über die soziale Situation der einzelnen Familien haben, wurde außerdem deutlich, dass einige alte Menschen durch den Mangel an lebensnotwendigen Medikamenten bedrohter sind als durch den Mangel an Heizmaterial. Aus diesem Grunde ist die Aktionsgemeinschaft inzwischen dazu übergegangen, für jede ausgewählte Person 50 Euro als lebenserhaltende Maßnahme zur Verfügung zu stellen.

Um diese Projekte weiterhin unterstützen zu können, bitten die Mitglieder der Aktionsgemeinschaft die Aachener Bürger dringend um Geldspenden. Auch der kleinste Betrag hilft zu helfen. Spenden werden erbeten auf das Konto des Netzwerks für humanitäre Hilfe und interkulturelle Friedensarbeit, Sparkasse Aachen, Konto 317 008, BLZ 390 500 00. Kennwort: „Den Krieg überleben”.
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