Hilfe bei wichtiger Weichenstellung der Berufswahl

Von: Rolf Hohl
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Aachen. Eine der wichtigsten Entscheidungen im Leben müssen junge Menschen schon in der Schulzeit treffen: die Berufswahl. Für Schulen, die ihre Schützlinge besonders gut auf diese Entscheidung vorbereiten, gibt es nun das Berufswahl-Siegel der Städteregion Aachen.

Jetzt wurden gleich sechs Schulen aus Stolberg, Würselen, Eschweiler und Aachen mit dieser Auszeichnung gewürdigt. „Es sollte auch Spaß machen, sich mit seiner Berufswahl auseinanderzusetzen. Schließlich ist das eine wichtige und weitreichende Entscheidung“, sagte Gabriele Hilger, Leiterin der Arbeitsagentur Aachen-Düren. Außerdem sorge das Siegel dafür, dass sich die Akteure an Schulen und in Betrieben wieder mehr auf ihre Stärken konzentrierten, betonte sie.

Ausgezeichnet wurden das Heilig-Geist-Gymnasium sowie das städtische Gymnasium in Würselen, die Ganztageshauptschule Kogelshäuserstraße in Stolberg, die Gesamtschule Eschweiler und die Hauptschule Drimborn in Aachen. Besonders hervorgetan hat sich die Aachener LVR-David-Hirsch-Schule mit ihrem Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation.

Dort werden gehörlose und schwerhörige Kinder unterrichtet, so dass zur ohnehin schwierigen Aufgabe der Berufswahl auch noch sprachliche Hürden hinzukommen. Eine Herausforderung, der sich die Schule mit Erfolg stellt, wie Laudatorin Petra Pauli vom Vereinigten Unternehmerverband feststellte. „Das sind Schüler, die eine ganz andere Sprache sprechen. Dazu kommt, dass die deutsche Gebärdensprache eine andere ist als etwa die französische“, sagte sie. So seien manchmal gleich mehrere Übersetzer notwendig, damit die Kommunikation zwischen Schülern und Lehrkräften reibungslos funktioniert.

Die sechs Schulen haben sich in Eigeninitiative höhere Standards für den Übergang von der Schule in den Beruf gesetzt. Das betrifft insbesondere die Bereiche Berufsinformation und Studienorientierung. Dafür gab es von Referatsleiter Kay Brügmann vom NRW-Schulministerium viel Lob und die offizielle Zertifizierung. Diese dürfen die Schulen nun drei Jahre lang tragen.

Auch die Städteregion ist mit derzeit 17 Auszubildenden ein potenzielles Ziel für die Schulabgänger. „Die Azubis bringen bei uns frischen Wind in die Abteilungen, da sind schließlich auch immer clevere Leute mit dabei“, sagte Markus Terodde, Bildungsdezernent der Städteregion. Dieser blickte bei der Auszeichnung beinahe mit ein wenig Neid auf die Schüler. Er selbst habe bei seiner eigenen Berufswahl viel weniger Unterstützung von seiner Schule erfahren – nämlich gar keine.

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