Aachen - Heribert Leuchter führt fasziniert zu Miles Davis

Heribert Leuchter führt fasziniert zu Miles Davis

Von: Gerd Simons
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Brillante Musiker: Die Formati
Brillante Musiker: Die Formation „Swing.it” mit dem Saxophonisten Heribert Leuchter an der Spitze und Gasttrompeter Marc Huynen interpretierten Miles Davis Vermächtnis im Grenzlandtheater. Foto: Schmitter

Aachen. Passend zum „Tag des offenen Denkmals” wurde im Rahmen der erfolgreichen Veranstaltungsreihe „JazzBühne” im Aachener Grenzlandtheater einem Denkmal der anderen Art Tribut gezollt: Star-Trompeter Miles Davis, die Ikone der internationalen Jazz-Szene.

Davis war amerikanischer Jazz-Trompeter, Komponist und Band-Leader, er gilt als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der Jazz-Geschichte. Seine Markenzeichen waren seine Improvisationen mit wenigen und lang anhaltenden Tönen.

„Miles Davis war ein großer Könner, hatte Charisma und Ausstrahlung”, erzählt Gero Körner, Pianist der Aachener Band „Swing.it”, die musikalisch mit Interpretationen seiner Werke an den großen Musiker erinnerte. „Er kam aus gutem Haus, war eitel, seiner Zeit bis zum heutigen Tag um Lichtjahre voraus. Und ihm ist es als Visionär gelungen, Jazz zu einer Kunstform zu erheben und trotzdem populär zu sein”, so Körner weiter.

Mit „Swing.it”-Band-Leader Heribert Leuchter (Saxophon), Steffen Thormählen (Schlagzeug) und Manfred „Manni” Hilgers (Kontrabass) gehört Körner zur Stammbesetzung der „JazzBühne”. „Es ist einfach großartig, mit welcher Qualität und Intensität hier die Songs von Miles Davis präsentiert werden. Die Jazz-Bühne ist für mich der perfekte Einstieg in einen schönen sonnigen Sonntag”, zeigte sich eine Besucherin begeistert.

Unterstützt wurde diese Aussage von Trompeter Marc Huynen aus Heerlen, der als Gastmusiker bei der „JazzBühne” die Rolle von Miles Davis übernommen hatte: „Ich habe selten so ein tolles Flair in einem Theater mit der Intimität eines Live-Clubs erlebt wie hier. Man merkt den Menschen hier an, dass sie Spaß an Live-Musik und am Jazz haben. Und weil die Nähe zwischen Musiker und Publikum gegeben ist, sprangen die Funken sofort über und es hat einfach Spaß gemacht”.

Hervorragende Kritiken vom gut gelaunten Fachpublikum bekam einmal mehr Uwe Brandt, Intendant des Grenzlandtheaters, der charmant durch seine „Sendung mit der Maus für Erwachsene”, so wie er die „JazzBühne” nennt, führte. So demonstrierte Marc Huynen verschiedene Spielarten des Jazz auf der Trompete und die Band „Swing.it” zeigte an dem Stück „Autumn leaves”, was Miles Davis aus dem Chanson von 1945 gemacht hat.

Von Liedern wie „If I were a bell” und „Israel” über „Flamenco Sketches” bis hin zu „Four” und „My funny Valentine” reichte die Bandbreite von Songs von Miles Davis an diesem Sonntag. Zum Abschluss gab es noch dessen Version von „Time after time”, einem Nummer-1-Hit von Cyndi Lauper aus dem Jahr 1984. „Alles was Miles Davis gemacht hat, war Kunst. Hätten sich andere Musiker da herangetraut, wären sie vor der Kritik verrissen worden”, so Marc Huynen abschließend.

Nach dem gelungenen Start der „JazzBühne” in der Spielzeit 2012/2013 mit Musik von Miles Davis wird die Serie fortgesetzt. Thema der nächsten „JazzBühne”, die Ende November/Anfang Dezember stattfinden wird, ist „Django Reinhardt - Gypsy meets Jazz”. Als Gast ist der Gitarrist Joscho Stephan eingeladen.
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