Aachen - „Henger Herrjotts Fott“ mit buntem Spektakel

„Henger Herrjotts Fott“ mit buntem Spektakel

Von: Jutta Katsaitis-Schmitz
Letzte Aktualisierung:
Henger Herrjotts Fott
Ein uriger, typisch Öcher Abend: Die Bürgergemeinschaft Henger Herrjotts Fott feierte das 30-jährige Bestehen. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Eine besonders festliche, nicht alltägliche Note einer Jubiläumsfeier bestimmte die Atmosphäre, in der die Bürgergemeinschaft Henger Herrjotts Fott ihr 30-jähriges Bestehen beging.

Es war ein uriger, typisch Öcher Abend voller Leichtigkeit und Musik, vor allem aber bei Auftretenden und anwesenden Gästen im Adalberthaus mit anheimelndem Öcher Platt. Den musikalischen Auftakt gaben der lustige Lokalmatador Ägid Lennartz und seine Tochter Laura, die im Duett die Frage stellten: „Hat denn et Fischpüddelche met et Türe-Lüre-Lisje nahts ä kleng Küddelche hej ejjen Stroeß?“

Albert Radermacher als Vorsitzender der Bürgergemeinschaft ließ zur Begrüßung die Anfangsjahre nach der Gründung am 9. Dezember 1986 Revue passieren. Anliegen des Gründervaters Ernst Stirnberg war damals, die erste, 1897 aus Spendengeldern der Bürger in der Wirichsbongardstraße errichtete und 1941 von den Nationalsozialisten entfernte Kreuzigungsgruppe durch eine neue, wiederum mit Spendengeldern finanziert, zu ersetzen.

Schenkung an die Stadt

Bereits am 21. Juni 1989 konnte die von dem an diesem Abend ebenfalls anwesenden Künstler Bonifatius Stirnberg geschaffene, neue Kreuzigungsgruppe als Schenkung der Stadt Aachen übergeben werden.

Damit aber löste sich die Bürgergemeinschaft nicht auf, sondern setzte ihr soziales Engagement fort. Alljährlich im August wird mit freiwilligen Helfern ein Bürgerfest ausgerichtet, und mit dem Erlös sowie Spendengeldern und Mitgliedsbeiträgen werden gemeinnützige Zwecke unterstützt. Auch an diesem Jubiläumsabend wurde an den Vorsitzenden der Wabe, Alois Poquett, und die beiden Sozialarbeiterinnen Brigitte Schiffers und Susanne Schulte ein Spendenscheck in Höhe von 1500 Euro übergeben. Damit wird ein Projekt für wohnungslose Frauen gefördert. „Ich bin stolz auf diese beiden Mitarbeiterinnen, die das Projekt entwickelt haben“, so Poquett.

Ein Blick aufs Luther-Jahr

Das kulturell vielseitige, dreistündige Programm des Abends hatte Manfred Birmans zusammengestellt. Zusammen mit Pfarrer Armin Drack von der Annakirche führte beider Dialog mit Blick auf das kommende Martin-Luther-Jahr in die historische Kneipe „Zur Welschen Preädigt“. So mussten sich doch vor 500 Jahren die französisch sprechenden Protestanten ohne „Kultus“ in drei bis vier evangelischen Aachener Kneipen treffen.

Ohrenschmaus und Heiterkeit boten wie gewohnt sechs Sänger von Capella a Capella mit „Griechischem Wein“ auf Öcher Art.Kammersänger Willi Schell erwies sich als „Rosenkavalier“, Leo Bardenheuer sang den Weihnachtswunsch aller: „Et soll mär Fred werde“, Jupp Ebert stimmte nicht nur eine „Hymne auf Aachen“ an, und Udo Scholl wie auch Norbert Brepols begleiteten sich selbst auf der Gitarre.

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