Helmut Jentges: Vereinstreue hat einen Namen

Von: Peter Schopp
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Seine Saat ist aufgegangen: Helmut Jentges hat sich jahrelang für den FC Inde Hahn engagiert, der jetzt auf einer Erfolgswelle schwimmt und ab dem 22. Juli Ausrichter der Stadtmeisterschaft ist. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Der FC Inde Hahn feiert sein 70-jähriges Bestehen. Einen Großteil dieser Jahre hat Helmut Jentges den Verein mitgetragen und aufgebaut. Jetzt freut er sich über den aktuell tollen Zustand seines Vereins und über den großartigen Erfolg der ersten Mannschaft, die in die Mittelrheinliga aufgestiegen und somit nach Alemannia Aachen die bestplatzierte Mannschaft im Umkreis ist.

Wenn es ab dem 22. Juli bei der Stadtmeisterschaft, die aus Anlass des Jubelfestes in Hahn ausgetragen wird, um den Sparkassen-Cup geht, dürften seine Jungs der Topfavorit sein. Doch das war nicht immer so.

Tiefpunkt zur Jahrtausendwende

Jentges, dem für seine langjährigen Verdienste der Ehrenvorsitz angetragen wurde, blickt auf ein bewegtes Vereinsleben. „Der gefühlte Tiefpunkt war so um die Jahrtausendwende. Da hatten wir zwei oder drei Jugendmannschaften, die Spieler der ersten Mannschaft waren alle schon älter und manchmal waren wir froh, wenn elf Spieler auf dem Platz standen“, erinnert er sich an traurige Zeiten. A

ber wie das im Leben so ist, spielt der Zufall bei der Hahner Erfolgsgeschichte eine große Rolle. „Wir bekamen in dieser Zeit Kontakt zu einer Mannschaft aus Hobbykickern, die ausdrücklich auf Rasen ihrem Lieblingssport nachgehen wollten. Auch wenn unser Platz damals noch nicht so schön wie heute war, wollten sie bei uns mitmachen“, erinnert Jentges sich schmunzelnd.

Betreuer der Hobbymannschaft ist ein gewisser Erich Heinrichs, seine Söhne Olaf und Oliver sind Aktive in diesem Team. Schnell wird klar, dass da ein paar sehr gute Fußballer den Weg in die Voreifel gefunden haben. Es folgen einige Aufstiege. Im Jahre 2002 verletzt sich Oliver Heinrichs so schwer, dass an eine vernünftige Fortsetzung seiner sportlichen Laufbahn nicht zu denken ist. Gleichzeitig kündigt der damalige Trainer der ersten Mannschaft, Horst Nickel, seinen Rückzug an. Seitdem ist Oliver Heinrichs als Trainer für die erste Mannschaft verantwortlich, anfangs noch in Zusammenarbeit mit Nickel. Das Ergebnis ist bekannt – siehe oben.

Jentges genießt erkennbar den Augenblick des sportlichen Erfolges. Dabei ist er gebürtiger Mützenicher nur der Liebe wegen in Hahn gestrandet. 1973 tritt er in den Verein ein und ist selber lange Jahre aktiv. Sein Sohn spielt derweil in der Jugend und Vater Helmut wird sein Trainer – eine Karriere vieler Fußball-Väter. Jentges bleibt dabei. Zunächst Geschäftsführer von 1991 bis 2008, hängt er noch vier Jahre als Vorsitzender an. Als 1998 das Vereinslokal im Ort schließt, wird das Vereinsheim am Platz aufgestockt, der Kabinentrakt erweitert und ein Aufenthaltsraum eingerichtet.

So kam die Eule nach Hahn

Dort erzählt man sich bis heute noch Geschichten. Ein „Ameröllchen“ erklärt, wie die Hahner an ihren Zusatz „Eule“ Hahn kommen: Die Fußballer traten in der Nachkriegszeit auch lange nach der Dämmerung noch gegen den Ball, was die Vermutung nahelegte, dass sie Augen wie Eulen haben müssten. Und schon war der Zusatz im Vereinsnamen etabliert. Heute beschränkt Jentges seine sportlichen Aktivitäten auf eine Partie Boule auf dem Vereinsgelände mit anderen Vereinsveteranen wie Hubert Schumacher, der zudem noch Gründungsmitglied des Vereins ist.

Der richtige Aufschwung, gerade im Jugendbereich, beginnt aber mit dem Bau des ersten Kunstrasenplatzes in der Region 2004. Anfangs noch belächelt, werden Aspekte wie dauerhafte Bespielbarkeit und immer gleiche Bedingungen zum Wettbewerbsvorteil. Die Hahner haben diesen Vorteil genutzt, sehr zur Freude auch von Helmut Jentges.

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