„Helle Köpfe“: Mathematik zum Anfassen

Von: Jessica Jumpertz
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Helle Köpfe: 32 Grundschüler machten beim diesjährigen Mathe-Projekt mit und hatten dabei trotz komplexer Aufgaben eine Menge Spaß. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Komplexe Probleme, Rechnen mit Unbekannten und Quadratzahlen – nach den Herbstferien hatte das Programm für außerschulische Förderung „Helle Köpfe/Faszination Mathematik“ begonnen. Nun endete das Projekt für das Schuljahr 2015/2016 mit der Übergabe von Urkunden und Erinnerungsfotos an die 32 teilnehmenden Grundschüler in einem Hörsaal der RWTH Aachen.

„Was kommt da raus? Wie sieht die Lösung aus? Wie soll man das verstehen? Das muss doch noch geschickter gehen“ – damit begann die Abschlussveranstaltung des Projektes. Der Text ist eine Zeile aus dem Mathe-Lied, für das das Titellied von Pippi Langstrumpf umgedichtet wurde.

Die Dritt- und Viertklässler sangen laut mit, das Lied könnte auch ihre Begeisterung für Mathematik ausdrücken. Die Teilnehmer wurden für das Projekt in zwei Gruppen mit jeweils 16 Schülern aufgeteilt und beschäftigten sich in zehn Sitzungen mit verschiedenen Fachbereichen der Mathematik. So bearbeiteten die Schüler zum Beispiel Aufgaben aus dem Bereich der Quadratzahlen, lernten Unendlichkeit kennen und beschäftigten sich sogar mit den komplexen Problemen aus der Topologie unter dem Motto „Von Kanten, Knoten und Wegen“.

Wettbewerb existiert seit 2003

„Helle Köpfe/ Faszination Mathematik“ fördert seit 2003 im Rahmen des Aachener Modells und in Zusammenarbeit mit der Fachgruppe Mathematik an der RWTH mathematisch besonders begabte Kinder. Die Aachener Modellschulen in der Städteregion können Schüler der dritten und vierten Klasse für die Teilnahme vorschlagen, 32 Kinder können insgesamt pro Schuljahr teilnehmen.

Das Projekt wird von der Städteregion mit organisiert und erhält finanzielle Unterstützung seitens der Sparkasse Aachen. Seit dem Schuljahr 2013/2014 konzipiert Professor Dr. Johanna Heitzer, Lehrstuhl A für die Didaktik der Mathematik, die Veranstaltung. Sie wünscht sich, dass die Kinder die Begeisterung für Mathematik und Selbstvertrauen aus dem Projekt mitnehmen. „Und die Ausdauer, wenn es mal nicht funktioniert“, ergänzte Heitzer.

In diesem Schuljahr wurde das Projekt zum ersten Mal von Laleh Scholz, Master-Studentin des Lehramts Mathematik, organisiert. Sie hatte das Projekt im letzten Schuljahr bereits begleitet. „Wir lassen alle Ideen zu, davon profitieren die Schüler“, erklärte Scholz. In dem Projekt geht es auch darum, Mathematik und Lösungswege selbst auszuprobieren. „Es ist Mathematik zum Anfassen“, sagte Scholz.

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