Heißer Tanz am Ballerina-Clown: Fast 50 Bands heizen am Lufo ein

Von: mh
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„Nachkarten“ erwünscht: Auch an der Tageskasse hofft Rick Opgenoorth auf viele weitere Besucher des Kimiko-Festivals. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Wenn die Kinder größer werden, wachsen bekanntlich auch die Ansprüche. Das ist gut so und gilt erst recht für „Kimiko“, das „einzigartige Kind“, das unter der Obhut von Rick Opgenoorth, Wolfgang Schumacher und Jens Michel an seinem zweiten Geburtstag längst das Laufen gelernt hat.

Der schöne Name kommt, wie nicht nur die Insider inzwischen wissen, aus dem Japanischen. Und bei der zweiten Auflage des dreitägigen Festivals im lauschigen Park des Ludwig Forums kommen inzwischen auch die speziellen Geburtstagsgäste von sehr weit her. Fast 50 Kombos kredenzen vom Freitag bis zum kommenden Sonntag, jeweils ab 13 Uhr, praktisch nonstop feinste Spezialitäten à la Rock und Blues, Soul und Funk, Rap und Ska, Reggae und Folk zwischen den Skulpturen des Museumsgartens an der Jülicher Straße.

Okay, im Schatten des Ballerina-Clowns gleich vor der Terrasse des Forums sind besagtem Wachstum nun einmal gewisse Grenzen gesetzt, rein physikalisch gesehen. Jonathan Borofskys berühmtes Riesenbaby lässt sich eben nicht so ganz die Show stehlen – und schwingt jetzt schon sein denkbar ausladendes Tanzbein.

„Diesmal hätten wir am liebsten eine sieben Meter große Hauptbühne aufgebaut“, sagt Dirk Baumann, Geschäftsführer des Aachener Showtechnik-Unternehmens Blackout. Dessen Name wird hier trotzdem garantiert nicht Programm sein – im Gegenteil. Angesichts der räumlichen Enge im Lufo-Hof müssen allerdings auch die Top-Stars wie Posaunist Joseph Bowie mit seiner 19-köpfigen Formation BB Funk oder Soul-Ass Keziah Jones mit fünf Metern Dachhöhe Vorlieb nehmen – was soll‘s, solange der Sound gigantisch ist.

6000 Besucher erwartet

Dafür haben die Fans auf dem rund 4000 Quadratmeter großen idyllischen Gelände zwischen Park und Wiese reichlich Platz, um sich an Live-Musik satt nebst allerlei Kurzweil und natürlich mehr oder minder exotischen kulinarischen Köstlichkeiten gütlich zu tun – exklusive Leckerbissen wie vegane Burger, Cocktails und knuffig herzhafte Hefeteigkringel aus den USA, genannt Bagels, inklusive.

Auf drei Bühnen geben sich derweil die Klangkünstler im Halb-Stunden-Takt die Ehre. Und natürlich gibt es auch diesmal zwischendurch wieder Führungen durchs Forum sowie Malaktionen in der Museumswerkstatt nebenan.

Und während der Öcher Himmel überm emsigen Aufbaugewusel am Donnerstagnachmittag wie gewohnt vor sich hintröpfelt, werden die Gäste am Wochenende – bei voraussichtlich bestem Konzertwetter – nur so strömen, hoffen Opgenoorth und Co. Rund 6000 Fans werden erwartet, fast doppelt so viele wie beim „Kimiko“-Debüt im vergangenen Jahr.

„Der Vorverkauf läuft bestens, und auf unserer Homepage haben sich allein heute schon rund 1500 Neugierige getummelt“, frohlockt Opgenoorth. Gänzlich unvirtuell – von wegen Physik – halten die Macher übrigens zahlreiche Blechplätze gleich nebenan auf dem Gelände von Regio.IT und im Stawag-Parkhaus an der Lombardenstraße bereit.

Obwohl auch der Weg zu den After-Show-Partys nicht allzuweit sein wird: Freitag und Samstag, jeweils ab 23 Uhr, wenn Scheinwerfer und Lautsprecher unterm Nachthimmel ausgeschaltet werden, lassen diverse DJs die Plattenteller unter anderem im Space des Ludwig Forums, im „Franz“, Franzstraße, im Apollo, Pontstraße, und in der Uwe Klein Qutoqi Bar gleich gegenüber rotieren.

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