Aachen - Heinz X fasst seine Kritik in bunte Kunst

Heinz X fasst seine Kritik in bunte Kunst

Von: Hanna Sturm
Letzte Aktualisierung:
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Kritische Kunst: Heinz „X” Willems (2.v.r.) hier mit Freundin Miriam stellt in der Bibliothek unter dem Motto „Metamessage” aus. Unterstützt wird er von Lilli Lüttringhausen (l.) und Heino Karth. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. „All Day Suicide”, „New York Trash” oder „Sonderangebot” - so heißen drei der Bilder von Heinz X, die zur Zeit in der Stadtbibliothek zu sehen sind. Zwischen Büchern über Geografie, Politik oder Sozialwissenschaften fallen die sehr bunten Kunstwerke mit deutlichen Einflüssen von Pop-Art und Graffiti sofort ins Auge.

„Metamessage” heißt die Ausstellung des gebürtigen Würseleners Heinz Willems alias Heinz X, der sich neben seiner Karriere als Leistungsschwimmer nicht nur der Malerei, sondern auch der elektrischen Musik widmet.

„Ich habe es mir nicht ausgesucht, Künstler zu sein. Ich nehme die Botschaft, die mir aus dem Kosmos gesendet wird, auf und interpretiere diese in meinen Bildern”, erklärt Heinz X seinen Schaffungsprozess. „Metamessage” ist eine sehr kritische Auseinandersetzung mit der kulturellen und sozialen Situation. Der Untergang unserer Kultur wird nicht nur auf Merkmale unserer Gegenwart bezogen, sondern als fortschreitender Prozess dargestellt, der sich über Jahrhunderte erstreckt. „Wir haben nicht verstanden. Das ist die Metamessage”, sagt der Künstler.

„Die Bilder von Heinz X sind richtig gut gemachte Kunst mit einer unverwechselbaren Handschrift”, lobt Heino Karth von der Stadtbibliothek. „Metamessage” ist die zweite Ausstellung dort, nachdem die beiden Aachener Künstlerinnen Petra Hellwig und Kathrin Philipp-Jeiter im Herbst 2009 den Anfang gemacht hatten. „Viele unserer regelmäßigen Besucher kommen jetzt noch lieber in die Bibliothek und wir haben auch viele neue Besucher, die erst einmal nur wegen der Ausstellung kommen und so die Bücherei kennen lernen”, beschreibt Lilli Lüttringhausen die positiven Reaktionen ihrer Kunden. Auch bei den Künstlern sei dieser Ausstellungsort sehr beliebt, da ihnen hier mehr Platz zur Verfügung stehe als in einer Galerie.

Wichtig ist den Organisatoren zudem, dass ein Bezug zur Bibliothek entsteht. „Bei den sehr kritischen Bildern von Heinz X besteht etwa der Bezug, dass sich auch viele der Bücher im Bereich Politik und Sozialwissenschaften mit den gleichen Themen beschäftigen”, erklärt Lilli Lüttringhausen. Und noch etwas anderes binde die bisher ausgestellten Künstler an die Bibliothek, weiß Lüttringhausen: „Sie sind alle sehr fleißige Leser unserer Bücher.”
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