Heinrichs bleibt „definitiv” nicht Alemannia-Präsident

Von: Thorsten Karbach
Letzte Aktualisierung:
Alemannia Aachen / Prof. Horst Heinrichs
Horst Heinrichs wird nicht mehr als Präsident vorgeschlagen - und steht auch nicht mehr zur Verfügung. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Horst Heinrichs wird nicht für das Amt des Präsidenten von Alemannia Aachen kandidieren. Die Entscheidung sei endgültig, erklärte Heinrichs am Montag auf Nachfrage. „Das ist definitiv so”, sagt der noch amtierende Alemannia-Präsident.

Zuvor hatte die Alemannia eine offizielle Erklärung herausgegeben, in der dieser Schritt Heinrichs bekannt gegeben wurde. Unterzeichnet wurde die Erklärung von Heinrichs, dem Verwaltungsratsvorsitzenden Hubert Herwartz, dem Aufsichtsratsvorsitzenden Jürgen Linden, dem Ältestenratsvorsitzenden Will Graf und Ehrenpräsident Leo Führen.

Die Interessengemeinschaft der Alemannia Fans und Fanclubs hatte bis zuletzt an ihrem Kandidaten Horst Heinrichs festgehalten, obwohl sich der Verwaltungsrat schon vor Wochen gegen eine erneute Kandidatur ausgesprochen hatte.

In Gesprächen am 18. Februar und nun am 7. März hatten die Unterzeichner der Erklärung Heinrichs laut Alemannia-Erklärung „detailliert die Gründe dargelegt”, die zu dem Votum des Verwaltungsrates geführt hatten, Heinrichs nicht als erneuten Kandidaten vorzuschlagen.

Was für Gründe das sind, wird nicht erläutert, und auch Heinrichs will sich dazu auf Anfrage nicht äußern. Er sagt: „Ich kann alles nachvollziehen, aber das heißt nicht, dass ich alles verstehe.”

Seine Entscheidung, dem Votum des Verwaltungsrates zu folgen, sei auch eine Entscheidung „für Frau, Familie und Gesundheit”. „Die Diskussion der letzten Wochen hat mich berührt. Nicht nur ein bisschen”, sagt Heinrichs.

Die Fan-IG bedauert die Entscheidung ihres Kandidaten („Nach wie vor ist die IG davon überzeugt, dass Horst Heinrichs unter den gegebenen Umständen der beste Kandidat für dieses Amt gewesen wäre”), nennt die Entwicklung enttäuschend und hat sich in einem offenen Brief an den Verwaltungsratsvorsitzenden gewandt.

„Sie wissen, dass sich Horst Heinrichs uns und vielen Mitgliedern als fan- und basisnaher Präsident mit einem ausgeprägten Herz für die Alemannia dargestellt hat. Dieses Profil muss selbstverständlich auch sein Nachfolger aufweisen. Daran werden wir den Mitgliedern vorzustellende Kandidaten messen”, heißt es nun in dem Schreiben.

Die Fans fordern zeitnah einen neuen Kandidaten, um sich „umfassend über die Eignung des oder der Kandidaten informieren zu können.” Zudem wollen die Fans weitere eigene Kandidaten vorschlagen. „Erste Gespräche hierzu sind bereits geplant”, erklärt IG-Sprecher Dirk Heinhuis.

Der Alemannia wolle Heinrichs, so steht es in der offiziellen Erklärung, „eng und engagiert verbunden bleiben”. Wie das aussehe, wisse er aber noch nicht, sagt Heinrichs. „Das muss man wohl mal sehen.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert