Heimatverein sitzt schon auf gepackten Kartons

Von: Günther Sander
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In die „Welsche Mühle“ wollen sie rasch rein: Käthe Henn, Franz-Josef Heuser, Helmut Vondenhoff (von links). Sie alle fiebern dem baldigen Umzug entgegen. Foto: Günther Sander
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In die „Welsche Mühle“ wollen sie rasch rein: Käthe Henn, Franz-Josef Heuser, Helmut Vondenhoff (von links). Foto: Günther Sander

Haaren/Verlautenheide. Wie es bei einem bevorstehenden Umzug halt immer aussieht, so ist es auch beim Heimatverein Haaren-Verlautenheide nicht anders: Kisten und Kästen sind gepackt, es könnte losgehen. Von der alten Schule in der Germanusstraße in die neue Bleibe in der Welschen Mühle.

Aber noch tut sich nichts. Zum 31. Januar hat der Verein die Kündigung von der Stadt bekommen, gleichzeitig aber einen Vertrag vorliegen, der die neuen Räumlichkeiten in der alten Mühle bereits für den 1. Dezember 2012 fixiert hat.

Anfang Mai als Termin

Beim Heimatverein Haaren-Verlautenheide sieht man das „schwebende Umzugsverfahren“ eher gelassen: kommt Zeit, kommt Rat. Erster Vorsitzender Helmut Vondenhoff, zweite Vorsitzende Käthe Henn und Geschäftsführer Franz-Josef Heuser haben kürzlich klar Schiff gemacht und die Eröffnung in der Welschen Mühle für Anfang Mai avisiert.

Für den Verein ist es in den 29 Jahren seines Bestehens die dritte Heimat. Gleich zu Beginn 1984 traf man sich abwechselnd in der „Redoute“ in Haaren und in Verlautenheide in der „Erholung.“ Seit 1998 war das „Heimatforum“ in der alten Schule untergebracht, die demnächst zu einem modernen Bezirksamt umgebaut werden soll. (wir berichteten). Neue Bleiben haben das DRK und die AWO schon anderweitig bezogen. Jetzt scharrt der Heimatverein mit den Hufen, sitzt auf gepackten Kisten.

Und in der Welschen Mühle „wird alles neu, die alten Möbel haben ausgedient“, berichtet Helmut Vondenhoff, denn Hans Dautzenberg fertigt neue an. Und noch eins ist neu: „Wir schaffen mit Vergangenheit eine Zukunft“, sagt Franz-Josef Heuser, denn aus dem „Heimatforum“ wird künftig ein „Heimatarchiv.“ Die neue Bleibe soll eine richtige „Heimat“ werden, in der die Bezirksvertretung ihre Sitzungen abhalten könnte. „Wir werden die Räume jedoch nicht anderweitig vermieten“, beteuert Käthe Henn. Für den Verein soll es eine „gute Stube“ werden, die mehr Platz als an alter Stelle bieten wird. Jede Menge Dokumentationsmaterial wird darin aufbewahrt.

„Echte Schätzchen“

Helmut Vondenhoff schwärmt von einem „echten Schätzchen“, der Heimatverein Vaals hat den Haaren-Verlautenheidener Freunden ein „Highlight“, ein Luftbild zum Geschenk gemacht. „Da gab es die Autobahn noch nicht“, so der Vorsitzende. Überhaupt sei man an verschiedenen heimatgeschichtlichen Gegenständen interessiert. Heuser weiß, dass manche Schätzchen noch verborgen auf Speichern lagern, die für den Verein wertvoll und willkommen wären. Er arbeitet derzeit an einer Personenstandsdatei und möchte wertvolle Daten erarbeiten, sichern, so dass man darauf stets zurückgreifen könne. Der Datenschutz sei gewährleistet. Im Herbst wird es wieder ein Jahresbuch, 200 Seiten stark, geben.

Am 13. April gibt es eine Führung durch St. Sebastianus Würselen. Am 25. Mai steht eine gemeinsame Busrundfahrt durch Haaren, Verlautenheide und Würselen auf dem Programm.

Der Heimatverein, rund 260 Mitglieder stark, verspürt vermehrt Zuwachs. Von den Zahlen her kenne man keine Nachwuchssorgen, wohl aber altersbedingt. Das Durchschnittalter der Mitglieder bewege sich zwischen 60 und 70 Jahren.

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