Aachen - „Heiligtümer des Alltags“: Ausstellung auf der Grenze zwischen Kunst und Glauben

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„Heiligtümer des Alltags“: Ausstellung auf der Grenze zwischen Kunst und Glauben

Von: Julia Arndt
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„Heiligtümer des Alltags“ in Citykirche: Dr. Manfred Körber, (Generalvikariat Aachen), Sibylle Keupen (Leiterin Bleiberger Fabrik), A.M. Can (Künstlerin und Projektleiterin) und Dieter Spoo (Pastoralreferent in der Citykirche, v.l.) hoffen auf viele Besucher. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Der Dezember ist nicht nur die Zeit von Glühweinständen, Geschenklisten und Weihnachtsmarkttourismus. Es ist auch die Zeit, in der sich viele Menschen auf das besinnen, was ihnen wirklich wichtig ist. Sich Zeit nehmen für das Wesentliche. Das was einem heilig ist – so kurz vor der Heiligen Nacht.

Das ist auch Thema der aktuellen Ausstellung in der Citykirche St. Nikolaus: „Heiligtümer des Alltags“ heißt die Kunstaktion der Bleiberger Fabrik zur Heiligtumsfahrt 2014 zu der verschiedene weltliche und kirchliche Gruppen aufgerufen waren darzustellen, was ihnen heilig ist. In Zusammenarbeit mit dem Bistum Aachen, x.labor can² und verschiedenen Künstlern entstanden so ganz verschiedene, kunterbunte Werke, die noch bis zum 20. Dezember in der Kirche zu sehen sind.

Auf der Grenze zwischen Kunst und Glaube war es den Organisatoren wichtig, „etwas zu schaffen, das über die Heiligtumsfahrt hinaus bleibt“, meint Sibylle Keupen, Leiterin der Bleiberger Fabrik. Gemeint sind damit nicht nur die Skulpturen, textilen Arbeiten und Gemälde, sondern vor allem der Erfahrungsgewinn aus dem Prozess, den jede einzelne Gruppe durchlaufen hat.

Man öffnete sich, sprach gemeinsam über das, was einen bewegt und schuf somit eine ganz neue Tiefe in der Begegnung miteinander. Gerade Gruppen, die sich zuvor noch nicht so lange kannten profitierten von dieser Teambuilding-Maßnahme der etwas anderen Art. Man wuchs ein Stück näher zusammen.

Die Arbeiten und die in ihnen behandelten Themen sind hingegen so unterschiedlich, wie es bei 17 Gruppen nur irgend denkbar ist. „Sogar Gruppen mit einer identischen Anleitung durch den selben Künstler kamen zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen“, freut sich die Künstlerin und Projektleiterin A.M. Can. Ob Bibelkreis, Grundschule oder die Grünen – kein Projekt gleicht dem anderen. Das einzige was sie alle gemeinsam haben ist, dass in ihnen viel Herzblut steckt.

Selbstredend, dass die Schmuckstücke, Texte, Bilder und teilweise sogar Einrichtungsgegenstände auch wieder an ihren ursprünglichen Besitzer zurückgehen. Zuerst geht die Ausstellung jedoch auf Wanderschaft. Krefeld soll die nächste Station sein, da die dort ansässige katholische Hochschulgemeinde auch eine der engagierten Teilnehmer war. Also sollte man als Aachener die Gelegenheit nutzen und vor Weihnachten nochmal in der Citykirche vorbeischauen. In der Atmosphäre der liebevollen Ausstellung kommt auch viel eher Besinnlichkeit auf, als auf dem hektischen Weihnachtsmarkt.

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