Aachen - Heftige Debatten über Parties und Schlaglöcher

Heftige Debatten über Parties und Schlaglöcher

Von: Robert Flader
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Von wegen Party-Stimmung: Der Lautstärkepegel bei privaten Veranstaltungen im Ballsaal des Alten Kurhauses hat nun betroffene Anwohner auf den Plan gerufen. Ein entsprechender Antrag zur Lautstärkeregulierung wurde nun im Bürgerforum, der neu geschaffenen Erweiterung des Bürger- und Beschwerdeausschusses, diskutiert.

Einhelliger Tenor: „Solche Anliegen müssen wir ernst nehmen”, sagte Ulla Griepentrog. Die Grünen-Politikerin schlug vor, in Zukunft das Ordnungsamt häufiger in die Komphausbadstraße zu schicken. „Nicht als Abschreckung, sondern zur Überprüfung der tatsächlichen Lautstärke.” Erst dann könne über Maßnahmen beraten werden. Die Option, Türen mit Lärmschutzvorhängen auszustatten, sei aus brandschutztechnischen Gründen nicht zu verwirklichen.

Lärmbelästigung, das könnte auch auf die Großbaustelle Lütticher Straße zutreffen: Anwohner stören sich an „unzähligen Schlaglöchern, kilometerlangen Staus und unzumutbarem Krach” an der auf drei Kilometern sanierten Straße. „Wir sind da wirklich unmenschlichen Bedingungen ausgesetzt”, machte eine Anwohnerin ihrem Ärger Luft.

Doch eine Sanierung würde nun einmal kurzfristige Einschränkungen mit sich bringen, erläuterte Ausschussvorsitzender Karl Schultheis (SPD). Die Frage nach dem Ausbau der Lütticher Straße sei ohnehin in diesem Jahr „sehr weit hinten angesiedelt”. Im aktuellen Haushalt würden dafür die Gelder fehlen. Eine Ausbauplanung könne erst dann erstellt werden, wenn Fördergelder beantragt seien. Doch damit sei 2010 nicht mehr zu rechnen.

Sprichwörtlich vom Tisch ist hingegen ein neues Frühwarnsystem zum Schutz von Kindern vor Vernachlässigung. Ein entsprechender Antrag eines Bürgers wurde abgelehnt. „Die Stadt hat bereits 2003 ein breit angelegtes Frühwarnsystem entwickelt, das ständig weiterentwickelt wird”, heißt es in einer Verwaltungsvorlage. „Stattdessen wird eine weitere Qualifizierung und Sensibilisierung von Mitarbeitern der Jugendhilfe und Kooperationspartnern sowie Schulen angestrebt.”
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