Hausbesitzerin: Moschee muss Abstand wahren

Von: hpl
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Aachen. Mitnichten vom Tisch ist der Widerstand einer Hausbesitzerin an der Elsassstraße gegen den geplanten Neubau einer Moschee.

„Dabei geht es ihr nicht um das Projekt grundsätzlich oder gar gegen das Minarett, erst recht nicht in der aktuellen Diskussion”, unterstreicht ihr fachlicher Berater, der Aachener Architekt Günther Erdweg. Die Besitzerin des Miethauses, die selbst nicht an der Elsassstraße wohnt, kämpfe nach wie vor gegen den aus ihrer Sicht mangelnden Abstand des Neubaus zu ihrem Gebäude.

Der Abstand der Grundstücksgrenze zu den geplanten neuen Außenmauern betrage nur drei Meter. Nach Erdwegs Berechnungen müsse dieser aber von 6,40 bis 12,80 Meter betragen. Auch die Stellplatzfrage sei mitnichten geklärt.

Nächste Instanz?

Das Oberverwaltungsgericht hatte am 20. November den Normenkontrollantrag der Aachenerin zurückgewiesen. Damit ist für die Frau aber nicht das letzte juristische Wort gesprochen. „Das Oberverwaltungsgericht ist aus unserer Sicht nicht die letzte, sondern die erste Instanz”, unterstreicht Erdweg. Man denke jetzt an das Bundesverwaltungsgericht.

Ob der Gang nach Leipzig angetreten wird, entscheidet sich wohl in dieser Woche. Rainer Schmitz, in Köln ansässiger Anwalt der Eigentümerin, wartet die Urteilsbegründung ab: „Ich rechne täglich damit und werde dann entscheiden, ob ich meiner Mandantin rate, gegen das Urteil vorzugehen.” Die heutigen Beratungen zur Moschee im städtischen Planungsausschuss spielen hierfür keine Rolle.
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