Haus wäre beinahe in die Luft geflogen

Von: Stephan Mohne
Letzte Aktualisierung:
Gespanntes Warten: Mit einer À
Gespanntes Warten: Mit einer äußerst brenzligen Situation hatte es die Feuerwehr am Montagmittag an der Alsenstraße im Ostviertel zu tun. In einem Wohnhaus hatte sich ein hochexplosives Gas-Luft-Gemisch gebildet. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Akut in Gefahr ist Montagmittag die Gesundheit etlicher Anwohner der Alsenstraße im Ostviertel gewesen. Ebenso hätte es die 25 eingesetzten Feuerwehrleute oder die Polizeibeamten bei diesem Einsatz treffen können. Denn eine massive Gasexplosion war durchaus im Bereich des Möglichen.

Kurz vor 13 Uhr war die Feuerwehr mit zwei Löschzügen ausgerückt, weil aus einem Wohnhaus in der Alsenstraße ein Gasaustritt gemeldet worden war. Tatsächlich schlug Einsatzleiter Marcus Mehlkop und seinen Leuten schon auf der Straße der penetrante Geruch entgegen.

Die Feuerwehr ging der Sache mit Messgeräten auf den Grund und stellte fest: Das Gas-Luft-Gemisch, das sich in dem Haus gebildet hatte, war hochexplosiv. Die Gaszufuhr zu dem Haus wurde sofort unterbrochen, die Alsenstraße gesperrt, das Wohnhaus durch Feuerwehrleute evakuiert. Die Helfer öffneten Fenster und brachten Hochleistungslüfter in Stellung, um die Gaskonzentration in dem Gebäude zu senken. Diese Maßnahmen wurden solange aufrecht gehalten, bis man das Haus wieder betreten konnte.

Weitere Fälle dieses Jahr

Dann war die Kriminalpolizei an der Reihe, die die Ermittlungen nach der Ursache aufnahm. Möglicherweise hat es eine Manipulation an den Gasleitungen gegeben. Das konnte die Polizei am Montag zwar noch nicht bestätigen. Wohl aber konnte Polizeisprecher Karl Völker auf AZ-Anfrage bestätigen, dass mehrere Personen zur Vernehmung mit ins Präsidium genommen wurden. Dort liefen abends die Ermittlungen noch.

Schon zwei Mal sind in jüngerer Zeit Anwohner und Einsatzkräfte durch manipulierte Gasleitungen in Lebensgefahr gebracht worden. Und zwar vor einigen Monaten an der Hansmannstraße in Eilendorf, wo sogar ein Zeitzünder an einer offenen Leitung angebracht und auch noch Feuer gelegt worden war. In diesem Fall ist ein Mann des 13-fachen versuchten Mordes und anderer Taten angeklagt. Damals hatte es auch Schwerverletzte gegeben. Der zweite Fall ereigneten sich vor wenigen Wochen an der Beeckstraße in einem leerstehenden Haus. Dort hatten Metalldiebe die Leitungen abgesägt und fast für eine Katastrophe gesorgt. Zwei Schulen wurden seinerzeit evakuiert.

Einsatzleiter Marcus Mehlkop atmete am Montag auf, als die Gefahr vorüber war: „Glück gehabt.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert