Haus für gemeinschaftliches Wohnen feiert Richtfest

Von: Marie Eckert
Letzte Aktualisierung:
10654108.jpg
Gute Nachbarschaft wird hier großgeschrieben: Die künftigen Bewohner des Hauses für gemeinschaftliches Wohnen in der Mataréstraße feierten jetzt Richtfest. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Der Rohbau könnte auch zu einem gewöhnlichen Mietshaus werden, aber für das Gebäude in der Mataréstraße in Forst ist etwas anderes geplant: Es soll ein Haus für gemeinschaftliches Wohnen werden. Anfang kommenden Jahres soll es bezugsfertig sein – die 14 Wohnungen im Projekthaus sind schon vergeben.

Das Projekt zum gemeinschaftlichen Wohnen gibt es schon seit rund zehn Jahren, 2013 wurde dann die Genossenschaft „LebensWeGe Aachen eG“ gegründet. Sie ist das erste genossenschaftlich organisierte Wohnprojekt in Aachen, das neue Perspektiven und Alternativen aufzeigen soll.

Ständchen der Grundschüler

Jetzt feierten die zukünftigen Bewohner, die restliche Genossenschaft und die neuen Nachbarn schon einmal Richtfest. Die Richtkrone hing hoch oben am Baukran, Dachdecker Frank Fließgarten stand genauso hoch oben auf dem Rohbau und verlas den Richtspruch. „Wer will fleißige Handwerker sehen“, tönte es passenderweise direkt danach: Um die neuen Nachbarn willkommen zu heißen, schauten die Kinder der gleich gegenüberliegenden Montessorischule beim Richtfest vorbei und sangen.

„Die guten nachbarschaftlichen Beziehungen, die wir uns wünschen, beschränken sich nicht nur auf unser Haus, sondern auf das ganze Viertel, in dem wir leben“, betonte Dagmar Erwert. Sie ist Mitglied in der Genossenschaft – und einer der Menschen, die demnächst in dem Projekthaus leben werden. Das Haus unterscheidet sich vor allem in zwei Punkten von einem gewöhnlichen Mietshaus: Jeder kennt jeden, und alle haben sich bewusst dazu entschieden, nicht isoliert zu leben.

„Wir passen aufeinander auf, schauen auf die anderen und gehen freundlich miteinander um“, erklärte Erwert. Die Gruppe habe sich viele Jahre Gedanken darüber gemacht, wie sie leben möchte; es gehe vor allem darum, ein selbstbestimmtes Leben ohne Isolation leben zu können. „Familienstrukturen lösen sich auf, und es ist Zeit, über Alternativen nachzudenken“, betonte Erwert.

Auch für Familien geeignet

Die einzelnen Wohnungen haben eine Größe zwischen 35 und über 100 Quadratmetern, sie sind also durchaus auch für Familien geeignet, das Altersspektrum deckt alles zwischen 43 und 64 Jahren ab. Das Grundstück gehörte vorher dem Bistum Aachen, nun der Genossenschaft, die seit Februar das Haus für gemeinschaftliches Wohnen bauen lässt.

Im oberen Stockwerk befindet sich die gemeinsame Wohnung – dort kann gekocht, gespielt, geredet oder gemeinsam Fußball gesehen werden. Daran schließt eine riesige Dachterrasse an; außerdem gibt es ein Gästezimmer. „Der Gemeinschaftsraum ist bewusst der größte und schönste Raum“, sagte Erwert. Schließlich sei dieser das Herzstück, wo in Zukunft alle jederzeit gern hinkommen sollen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert