Aachen - „Haus der Identität” sucht eine neue Identität

„Haus der Identität” sucht eine neue Identität

Von: Amien Idries
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Neuer Zugang, neuer Name: Das Haus der Identität und Integration am Reichsweg wird bis 2011 umfangreich umgebaut und soll per Bürgerwettbewerb einen neuen Namen erhalten. Foto: Wolfgang Plitzner

Aachen. Es soll so etwas wie der furiose Schlussakkord der Stadtteilerneuerung Aachen-Ost werden: Das Haus der Identität und Integration - zum sperrigen Namen später mehr. Nach zehn Jahren, während deren rund zehn Millionen Euro in mehr als 300 Projekte geflossen sind, wird noch einmal so viel Geld, 80 Prozent davon aus öffentlichen Fördertöpfen, in das alte Rheinnadel-Gebäude am Reichsweg gesteckt.

„Sinn der baulichen Maßnahmen ist zum einen die Verstetigung des Stadtteilerneuerungsprozesses und zum anderen eine neue Heimstatt für das Stadtarchiv”, sagt Manfred Sicking, Co-Dezernent der Stadt Aachen. Durch die Beherbergung des Archivs, das derzeit noch im Grashaus untergebracht ist, hofft die Stadt auf eine Aufwertung sowohl des Prestigeprojektes als auch des Ostviertels als Ganzes.

Ankermieter Stadtarchiv

Neben dem „Ankermieter” Stadtarchiv, das 50 Prozent der Fläche einnehmen wird und dessen komplizierter Umzug im Herbst des kommenden Jahres beginnen soll, freuen sich auch andere Organisationen darauf, den imposanten Fabrikkomplex mit Leben zu füllen.

So zum Beispiel die Werkstatt der Kulturen, die seit 2005 als Integrationsagentur fungiert. „Wir müssen mit unseren Angeboten nah dran an den Menschen im Viertel sein”, sagt Heike Keßler-Wiertz, die mit ihrem Team ebenfalls im Herbst 2011 von der Leipziger Straße in das renovierte Gebäude einziehen wird.

Ebenfalls nah ran an die Menschen im Ostviertel will der Stadtsportbund, dessen Geschäftsführer Horst Bernhardt dem Sport eine herausragende Rolle bei der Integration zuschreibt: „Unserer Geschäftsstelle platzt aus allen Nähten, und wir werden hier optimale Räumlichkeiten für unsere Tätigkeit vorfinden.” Dazu gehören nicht nur Tagungsräume, sondern auch drei eigene Sportstätten - darunter ein Boxzentrum.

Neuer Haupteingang

Bevor das Haus jedoch alle Mieter aufnehmen kann, gilt es noch einiges an Material zu bewegen und vor allem den Zugang am Reichsweg freundlicher zu gestalten. Bodo Dauvermann-Abel, Bauassessor der Stadt: „Der Haupteingang, der derzeit noch zugemauert ist, wird geöffnet, sodass man das Haus über das Foyer erschließen kann.” So soll eine Achse von Reichsweg durch das Gebäude bis hin zum Kennedypark entstehen.

Neben diesen baulichen Maßnahmen, die das Haus für das Publikum öffnen soll, wollen die Verantwortlichen den Namen des Hauses ändern. Projektleiter Walter Köth: „Der Name Haus der Identität und Integration war immer eher ein Arbeitstitel und trägt sicherlich nicht dazu bei, die emotionale Bindung an das Gebäude zu stärken.”

Aus diesem Grund hat die Stadt einen Wettbewerb gestartet, an dessen Ende ein passender und griffiger Name stehen soll. Einer der besser zu einem Schlussakkord passt als „Haus der Identität und Integration”.

Guten Namen finden und gewinnen

Der Namenswettbewerb für das „Haus der Identität und Integration ist bereits angelaufen. Gesucht wird ein griffiger Name, der den vielen unterschiedlichen Nutzungen (Stadtarchiv, multikulturelle Begegnungsstätte, Stadtsportbund) gerecht wird.

Jeder darf mitmachen und bis zu drei Vorschläge einreichen. Einsendeschluss ist der 24. September 2010. Eine Jury wird schließlich den Siegernamen auswählen und Ende Oktober bekannt geben.

Als erster Preis sind eine Ballonfahrt für zwei Personen, ein Ipod Touch 32 GB oder 300 Euro für eine Klassenaktivität ausgeschrieben. Unter allen Einsendern werden zusätzlich noch attraktive Preise verlost.

Einsendungen per E-Mail an hausname@mail.aachen.de, über das Kontaktformular auf der Homepage www.aachen.de/hii oder per Post an das Haus der Identität und Integration, Reichsweg 19 - 42, 52068 Aachen.

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