Hauptschule Eilendorf kooperiert mit IG Handel, Handwerk und Gewerbe

Von: Thorsten Karbach
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Fingerzeig für die Eilendorfer Hauptschüler: Mit der Kooperation mit der örtlichen Interessengemeinschaft wird ihnen eine ganz neue Berufsperspektive geboten. Die Schule in der Kaiserstraße ist immer über Praktikumsplätze und Ausbildungsstellen auf dem Laufenden. Foto: Michael Jaspers

Eilendorf. Der starke Partner aus der Wirtschaft sitzt Klaus-Reiner Börger gegenüber und heißt André Lütz. Börger ist Leiter der Gemeinschaftshauptschule Eilendorf und Lütz Vorsitzender der Eilendorfer Interessengemeinschaft Handel, Handwerk und Gewerbe.

Und die beiden - Schule und IG - kooperieren seit diesem Schuljahr in einer Lernpartnerschaft im Rahmen der Bildungsinitiative Kurs der Bezirksregierung. Das heißt, die Schüler haben im Zuge der Zusammenarbeit neue Möglichkeiten, wenn es um die Vergabe von Praktikums- und später auch Lehrstellen geht. „Wir sehen uns als Zuliefererschule für die Ausbildungsunternehmen”, sagt Börger.

Man kennt und schätzt sich

Die Hauptschule in Eilendorf setzt bewusst auf ihre lokale Verankerung. Mit der Firma Conti gibt es bereits einen engen Kontakt inklusive Betriebsbesichtigungen, Praktikumsplätzen und Bewerbungstrainings. Auch der Kontakt zwischen IG und Schule besteht schon länger, man kennt und man schätzt sich.

Nun wurde die Zusammenarbeit vertraglich festgelegt, und erste Effekte gibt es schon. Nach einem schnellen Rundruf haben sich bereits 50 der 118 Unternehmen bereit erklärt, den Schülern Praktikumsplätze anzubieten. In den Klassen 9 und 10 steht für die Schüler jeweils ein dreiwöchiges Praktikum auf dem Stundenplan. Vorrangig werden die Firmen dann auch ihre Ausbildungsplätze an die Schule melden.

Mit dem Personalbüro der IG sind weitere Bewerbungstrainings angedacht. Zurücklehnen können sich die Schüler deswegen aber nicht. „Niemand bekommt einen Ausbildungsplatz, nur weil er aus Eilendorf kommt”, sagt André Lütz.

Dennoch: Für die Schüler gibt es eine bessere Perspektive. Schulleiter Börger und Konrektor Herbert Gran sprechen davon, dass sie „maßgeschneiderte Angebote suchen und finden können”. Die Schüler erhalten frühzeitig persönlichen Kontakt mit den Gewerbetreibenden vor Ort - ihren potenziellen Arbeitgebern. „Wir sehen uns auch in der gesellschaftlichen Verantwortung den Kindern dieses Viertels gegenüber. Und wir wollen unseren Firmen auf der anderen Seite ein Potenzial geben, aus dem sie sich die Mitarbeiter der Zukunft auswählen und heranbilden können”, sagt Lütz.

Ein ganz neues Fundament

In acht Regel- und sechs Montessoriklassen besuchen aktuell rund 270 Kinder und Jugendliche die Eilendorfer Hauptschule - das Ergebnis einer Zusammenlegung der Hauptschule Kaiserstraße und der Montessori-Hauptschule Matarstraße 1988. Hundert Jahre ist das Schulgebäude alt, doch Börger und sein Team leben im Hier und Jetzt und haben sich mit der Zusammenarbeit mit der IG mehr denn je für die Zukunft - vor allem ihrer Schüler - ausgerichtet.

„Wir hatten schon immer guten Kontakt zu den Eilendorfer Firmen, aber der Vertrag mit der IG gibt uns ein ganz neues Fundament”, sagt Gran. „Starke Firmen und starke Schüler. Das passt doch zusammen”, erklärt Lütz. Klingt nach einer starken Partnerschaft.
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