Hans-Peter Feldmann entwirft Hunde für das Dach des Lufo

Von: Svenja Pesch
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Auf den Hund gekommen: Hans-Peter Feldmann hat die beiden Skulpturen fürs Lufo-Dach entworfen. Foto: Stephan Rauh

Aachen. Auch wenn man bei dem Wetter nicht einmal den Hund vor die Tür geschickt hätte, ist sich Oberbürgermeister Marcel Philipp sicher, dass die zwei Hunde auf dem Dach des Ludwig-Forums sich dennoch pudelwohl fühlen.

Diese sind im Rahmen des Sparda-Kunstpreises NRW 2014 von dem Künstler Hans-Peter Feldmann entworfen und anschließend der Stadt Aachen überreicht worden.

Als neues Zuhause für die Vierbeiner wurde das Dach des Ludwig-Forums ausgewählt. Dass Kunst damit immer mehr in den öffentlichen Raum rückt, freut Philipp, der symbolisch eine Grafik des Kunstwerkes auf vier Rädern inklusive roter Hundeleine überreicht bekam, besonders: Das Ludwig Forum und der gesamte Bereich Aachen-Nord entwickele sich zu einem kreativen und kulturellen Zentrum, in dem ständig viel passiert, so Philipp. Mit Feldmanns Kunstwerk sehe man wieder etwas Neues und komme darüber in einen Dialog über Kunst und gleichzeitig laden die sich beschnuppernden Hunde ein, auch das Innere des Museums zu „beschnuppern“.“

Für Feldmann selbst ist das Modell, Kunst im öffentlichen Raum zu schaffen, ein selbstverständlicher Aspekt seiner Arbeit. Die David-Skulptur in Duisburg gehört ebenso dazu, wie der Umbau einer öffentlichen Toilette zu einem Kunstgegenstand in Münster. Warum er nun ausgerechnet zwei beschnuppernde Hunde entworfen hat, ist für ihn leicht zu erklären: „Das Bild bot sich mir einfach an, da das Kennenlernen und gegenseitige Beschnuppern hier klar im Fokus steht. Kunst soll genau wie die Museen öffentlich und kein geschlossener Raum sein.“

Die Direktorin des Ludwig-Forums, Dr. Brigitte Franzen, assoziiert mit Feldmanns Hunden ganz automatisch auch den Ballerina-Clown des Amerikaners Jonathan Borofsky, der draußen vor dem Eingang sein rechtes Bein schwingt: „Die Hunde haben hier ein gutes Auslaufareal und werden sich bestimmt wohlfühlen“, so Franzen. Während sie spricht, holt sie ganz nebenbei ein Kinderbuch hervor, welches sie schmunzeln lässt. „Herr Feldmann, kennen sie das Buch: „Ich heiße Feldmann und bin eine Hund?““ Etwas irritiert, aber schnell mit einem Lächeln im Gesicht verneint dieser zwar amüsiert, fügt aber im selben Atemzug hinzu, dass er diese Bildungslücke schnellstens aufheben werde.

Und während der wolkenverhangene Himmel draußen für enges Zusammenrücken der Vierbeiner unter den Tischen sorgt, können sich die Besucher drinnen ein Bild von dem breiten Spektrum des Hauses machen. Neben Führungen, Kinderschminken und einem Kreativprogramm, kümmern sich Beschäftigte des Tierheims um das Wohl der Vierbeiner, die – irgendwie passenderweise – angesichts des Wetters wie die begossenen Pudel dastehen. Eben ein echtes Hundewetter!

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