Aachen - Handwerk geht optimistisch ins neue Jahr

Handwerk geht optimistisch ins neue Jahr

Von: Rene Benden
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Silvesterempfang der Kreishandwerkerschaft bei Kommer: Kreishandwerksmeister Herbert May zog eine positive Bilanz des abgelaufenen Jahres. Auch für 2016 sei das Handwerk gut gerüstet. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Eine positive Bilanz für das Jahr 2015, ein optimistischer Blick auf das neue Jahr – das Handwerk in der Städteregion Aachen ist in guter Verfassung. Kreishandwerksmeister Herbert May zeichnete beim traditionellen Silvesterempfang der Kreishandwerkerschaft das Bild einer florierenden Branche, die für zukünftige Aufgaben gerüstet ist.

Nicht zuletzt, weil die gute Binnenkonjunktur im Jahr 2015 für volle Auftragsbücher in den meisten Handwerksbetrieben gesorgt hat. Die nüchternen Zahlen unterstreichen Mays Darstellung. „Insgesamt verzeichnet das Handwerk im Jahr 2015 ein Umsatzplus von drei Prozent“, bilanzierte May. Die Zahl der Beschäftigten sei konstant geblieben, während bei der Ausbildung ein leichtes Plus zu verzeichnen sei. Eine Umfrage unter den Betrieben der Städteregion zeigt, dass davon ausgegangen wird, dass sich die grundsätzlich positive wirtschaftliche Lage halten wird.

Gleichzeitig betonte May, dass die Zukunft große Herausforderungen bereithalten werde, wie beispielsweise die Integration vieler Flüchtlinge in den deutschen Arbeitsmarkt. „Dazu müssen vor allem Sprachbarrieren abgebaut werden. Allerdings wird das sicherlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen“, sagte May. Er rechne nicht damit, dass vor Ende 2016 mit der Integration größerer Mengen von Flüchtlingen auf dem Arbeitsmarkt begonnen werden könnte.

Gut verlief das Jahr 2015 vor allem für das Baugewerbe. Und das, obwohl „die Baukosten seit dem Jahr 2000 um 31 Prozent gestiegen sind“, sagte May. Schuld daran sind seinen Ausführungen nach vor allem gesetzliche Veränderungen. Die neue Energiesparverordnung aber auch steigende Steuern auf Grunderwerb ließen die Preise steigen. Allerdings ist Immobilieneigentum immer noch sehr gefragt. Nicht zuletzt wegen dem nach wie vor niedrigen Zinsniveau, von dem am Ende auch die Handwerksbetriebe in den vergangenen Jahren profitiert haben.

Auch das Kfz-Gewebe meldet laut May ein gutes Jahr. 2015 seien die Umsätze um sieben Prozent gesteigert worden. Etwas abgekühlt habe sich die Stimmung bei den Handwerken für den gewerblichen Bedarf und den Nahrungsmittelhandwerken. Stabil sei die Lage der Gesundheitshandwerke und bei den sogenannten personenbezogenen Dienstleistungshandwerken.

Als Wunsch für das neue Jahr formulierte May den Appell an die Politik, den Steuerbonus für Handwerksleistungen dauerhaft beizubehalten. Die rot-grüne Landesregierung erwägt derzeit, den Bonus zugunsten der Förderung energetischer Gebäudesanierung abzuschaffen.

Mit Blick auf die bevorstehende Einrichtung von Umweltzonen in Aachen und Eschweiler forderte May die Politik zu Augenmaß auf, damit sich die grundsätzlich positive Perspektive des Handwerks nicht eintrübe. Es müsse gewährleistet werden, dass die Handwerksbetriebe, die meist auf Dieselfahrzeuge angewiesen sind, ihre Mobilität nicht einbüßten.

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