Aachen - „Handmade Circus“: Schöne Dinge abseits des allgemeinen Geschmacks

„Handmade Circus“: Schöne Dinge abseits des allgemeinen Geschmacks

Von: Kathrin Albrecht
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Designmarkt in der Aula Carolina: Am Wochenende zeigten kreative Köpfe, was man mit Fingerfertigkeit und Ideen alles an Außergewöhnlichem produzieren kann. Foto: Andreas Steindl
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Schmackhaftes aus Herzogenrath: Gaby Kochs lockte mit Chutneys, Marmeladen und veredelten Ölen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Für zwei Tage schlug der „Handmade Circus“ in der Aula Carolina am Samstag und Sonntag seine Zelte auf. Für Besucher, die Wert auf Handgemachtes legen und Schönes etwas abseits des allgemeinen Geschmacks suchen, ist der Markt inzwischen eine feste Adresse.

Die beiden Organisatoren, Katrin Engel und Jean-Marie Dütz, haben auch in diesem Jahr wieder 65 Aussteller in die knapp 600 Quadratmeter große Aula Carolina gelockt. Und für jeden Geschmack war etwas dabei: Selbst designte Leuchten, schöne Schreibwaren, Schmuck aus Porzellan, oder nachhaltige Kindermode.

Wer sich gerne Avocados, Eistüten oder Wurst als Schmuck umhängen wollte – als Miniaturnachbildungen natürlich – wurde beim Aachener Schmucklabel „Minischmidt“ fündig. Neben Ausstellern aus der Region waren auch solche aus Berlin und Hamburg, aus Belgien und den Niederlanden vertreten. „In diesem Jahr haben wir 25 Aussteller dazugewonnen, die zum ersten Mal Dinge zeigen“, erzählt Jean-Marie Dütz. Darunter auch der Aachener Barbershop „Die Baderknechte“. Wer wollte, konnte sich am Sonntag eine Rasur gönnen.

Zum vierten Mal haben Engel und Dütz den Handwerkermarkt der etwas anderen Art in Aachen organisiert. Die Idee dazu entwickelten die beiden Aachener Designer auf Reisen quer durch Deutschland, als sie ähnliche Märkte in Hamburg oder München kennenlernten: „So etwas braucht Aachen auch“, fanden die beiden – der „Handmade Circus“ war geboren. Bei der Auswahl der Aussteller legen die beiden – dem Namen entsprechend – großen Wert auf Handwerk. Auch Nachhaltigkeit ist den beiden wichtig: „Viele Aussteller hier arbeiten mit fairen Materialien oder Bio-Baumwolle. Auch Re- oder Upcycling ist bei vielen ein Thema“, erzählt Jean-Marie Dütz. Wie bei „Lumikello“ aus Karlsruhe. Gemeinsam mit drei Kolleginnen stellt Eva Kaiser aus alten T-Shirts oder Bettwäsche Wohnaccessoires her.

Das Aussehen der Teppiche und Kissen können die Kunden auf Wunsch auch selbst bestimmen. Eva Kaiser ist zum ersten Mal in Aachen und begeistert von der Atmosphäre der alten Klosterkirche: „Es sind ganz besondere Leute hier.“ Von Anfang an dabei sind Annika Kuhn und Martin Grolms. Die beiden lernten sich während ihres Studiums in Aachen kennen und gründeten das Label „Printe“. Neben Mode und Postkarten mit originellen Aufdrucken haben die beiden auch die Kinderbuchreihe „Pinipas Abenteuer“ entwickelt. „Die Präsenz auf solch einem Markt ist für uns wichtig, weil die Leute so die Möglichkeit haben, uns kennenzulernen“, findet Annika Kuhn.

Gaby Kochs sieht das ähnlich. Sie stellt Chutneys, veredelte Öle und Weinessige, Marmeladen und Brotaufstriche her. Reichlich Gelegenheit zum Probieren gab es am Stand der Herzogenratherin. „Alles, was ein bisschen ungewöhnlich ist, wie Tomaten- oder Paprikamarmelade, geht gut“, erzählt sie. Im vergangenen Jahr zählte der Markt rund 5000 Besucher. Eine ähnliche Marke peilen die beiden auch in diesem Jahr an: „Jedes Jahr konnten wir die Besucherzahlen steigern“, sagt Katrin Engel.

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