Aachen - „Hand in Hand” mehr Freude schenken

„Hand in Hand” mehr Freude schenken

Von: Nicolas Gaspers
Letzte Aktualisierung:
Immer in Bewegung für den gut
Immer in Bewegung für den guten Zweck: Die jungen Künstler vom Circus Configurani zeigten bei der Sammelaktion im „Café Madrid”, dass sie nicht nur „Hand in Hand” für bedürftige Familien engagiert sind. Die Initiative hat in den vergangenen Jahren bereits über 2000 Geschenke zusammentragen Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Gerade für die Kleinsten ist ein Weihnachten ohne Geschenke doch kein richtiges Weihnachten. Das gehört einfach dazu. Aber auch in Aachen gibt es Menschen, die ohne Hilfe keine Geschenke unterm Baum finden werden. Das Projekt „Hand in Hand” hilft auch dieses Jahr mit einer großen Sammel- und Spendenaktion, um besonders diesen Freude zu schenken.

Vor vier Jahren hatte Initiator Markus Deutz die Idee zu dem Projekt, das aber zunächst nur im privaten Kreis stattfand. Nach der guten Resonanz entschloss Deutz sich, „Hand in Hand” auch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Und die Aachener schätzen das liebevoll gepflegte Hilfsprogramm: „Es ist ganz wundervoll, was aus diesem kleinen Projekt in den letzten drei Jahren geworden ist”, betont auch Bürgermeisterin Hilde Scheidt bei der Begrüßung zur diesjährigen Sammelaktion im Café Madrid. „Eigentlich bleibt mir nur noch, Danke zu sagen für all das Engagement”, sagt sie.

Von Jahr zu Jahr werden es immer mehr Besucher, Sponsoren und Spender. Noch vor dem eigentlichen Beginn der Veranstaltung lag der reine Wert der Geldspenden etwa über Losverkäufe schon bei 4000 Euro.

Da waren die gastronomischen Verzehrerlöse während der ganztägigen Veranstaltung am vergangenen Sonntag noch gar nicht eingerechnet. Über 2000 Geschenke sind zudem in den letzten Jahren zusammengekommen, die viele mittellose Menschen glücklich gemacht haben.

Drei Kinderstationen im Uniklinikum und drei Kinderheimen in Aachen werden die Geschenke dieses Jahr zu Gute kommen. In Zusammenarbeit mit dem Aachener Caritas-Verband, mit Misereor und dem Kinderschutzbund werden die Kinder zu Weihnachten die Geschenke erhalten - wobei die Spender anonym bleiben. Deutz ist bescheiden. „Ich will nur, dass sich die Kinder über die Geschenke freuen. Woher die Geschenke kommen, sollen sie gar nicht erfahren”, erklärt er.

Die Geldspenden nutzen die gemeinnützigen Vereine für weitere Projekte. Der Kinderschutzbund etwa will ein neues Angebot für Kinder schaffen, die Zeugen von häuslicher Gewalt geworden sind. „Wir wollen den Kindern helfen, das Erlebte zu verarbeiten - und auch schauen, ob weitergehende Hilfe geleistet werden muss”, sagt Andrea Weyer, Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes Aachen. In Kooperation mit „Frauen helfen Frauen” soll so vor allem Kindern geholfen werden, deren Eltern mit gegenseitiger Gewalt zu kämpfen haben.

Die Idee hat sich aus der täglichen Arbeit entwickelt. „Wir merken in den Gesprächen, wo Bedarf besteht und wo wir neue Angebote schaffen müssen”, erzählt Dagmar Mingers, Erziehungsberaterin beim Kinderschutzbund.
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