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Hallenmeisterschaft: Alemannen schlagen Hahn

Von: Peter Schopp
Letzte Aktualisierung:
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Hallenstadtmeister: Alemannia II gelingt in der Halle Neuköllner Straße die Titelverteidigung und hat allen Grund zum Jubel. Foto: Ralf Roeger
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War mit sechs Treffern der erfolgreichste Schütze in der Finalrunde: Peter Szczyrba von Inde Hahn.

Aachen. Es war knapp! Der Titelverteidiger Alemannia Aachen II siegte letztlich etwas glücklich und verteidigte erfolgreich den Titel des Hallenstadtmeisters. Zuvor gab es am Sonntag in der Halle an der Neuköllner Straße vor guter Kulisse auch guten Sport zu sehen.

Der erwartete „Zwergenaufstand“ fand allerdings nur bedingt statt, obwohl gleich im ersten Spiel C-Ligist Schwarz-Rot Aachen dem Bezirksligisten aus Haaren ein Unentschieden abtrotzte und später gegen Alemannia II nur knapp mit 1:2 unterlag. Die Mannschaft von Schwarz-Rot bestätigte trotz ihres Ausscheidens die guten Leistungen aus der Vorrunde eine Woche zuvor. Im letzten Spiel gegen Freund fehlten dann augenscheinlich die Kräfte, man schenkte das Spiel 1:6 weg. Gruppenerster wurde erwartungsgemäß Alemannia II.

In Gruppe B war der Verlauf deutlich spannender. Dazu trug allerdings der SV Eilendorf nichts bei, der gleich seine ersten beiden Partien gegen Forst und Westwacht mit 1:3 und 1:2 verlor. Erst im letzten Gruppenspiel gegen Inde Hahn erlangten die Spieler um Co-Trainer Roger Warrimont Normalform und brachten den Gegner beim 4:4 fast noch um den Gruppensieg. Unterm Strich setzte sich auch in Gruppe B mit Hahn die beste Mannschaft durch. Zwischen den Teams von Forst und Westwacht ging es im letzten Spiel um den Platz des besten Gruppenzweiten im Halbfinale. In diesem Duell war die Westwacht entschlossener und gewann mit 4:1.

Die Mannschaft des Gastgebers hatte sich im Vorfeld erhofft, in der Gruppe C ein Wort um den Gruppensieg mitzureden. Zunächst ließ sich dieses Unterfangen auch gut an, gegen die Landesligamannschaft von Hertha Walheim reichte es zu einem Unentschieden (2:2). Ein wenig zu vorsichtig agierten die Männer von der Vaalser Straße dann im zweiten Gruppenspiel, so dass am Ende das 0:0 gegen den SV Eilendorf etwas zu wenig war.

Dennoch eröffnete der Verlauf in Gruppe C den Gastgebern noch eine Möglichkeit auf das Halbfinale, denn im letzten Gruppenspiel gegen die bis dahin punkt- und sieglose Mannschaft des SV Hörn war „nur“ noch ein deutlicher Sieg nötig. Doch auch hier agierten die Männer von Trainer Günter Motté zu vorsichtig, wollten das Spiel nicht zu offensiv angehen – und verloren schließlich mit 1:3. So kam in Gruppe C Arminia Eilendorf zum Gruppensieg, punktgleich mit Hertha Walheim, die damit ausschied.

Die Geschichte der Halbfinalspiele ist schnell erzählt: Alemannia II (3:0) gegen Westwacht und Inde Hahn (4:0) gegen Arminia Eilendorf ließen nichts anbrennen und sorgten früh für klare Finalverhältnisse.

In der Neuauflage des Vorjahresfinales standen sich verdientermaßen die beiden spielstärksten Mannschaften des Turniers gegenüber. Und von Beginn an war klar: Keiner wollte dem anderen den Platz an der Sonne kampflos überlassen. Im wohl intensivsten Spiel des Turniers lieferten sich beide Teams einen Kampf auf Augenhöhe, bei dem die Voreifler durch Peter Szczyrba in Führung gingen.

Zahlreiche Torraumszenen auf beiden Seiten sorgten für gute Stimmung bei den Fans in beiden Lagern. Die Hahner verteidigten diesen Vorsprung verbissen mit allen Mitteln – doch zehn Sekunden vor Schluss gelang der Alemannia der umjubelte und nicht unverdiente Ausgleich. So musste auch diesmal wieder das Neunmeter-Schießen zur Ermittlung des Siegers herhalten, und da war die Alemannia das glücklichere Team.

Coach Oliver Heinrichs war im Anschluss noch sichtlich angespannt, gratulierte dem Sieger aber fair. „So ist Fußball“, zog er ein nicht widerlegbares Fazit. Deutlich freudiger war die Stimmung auf der Siegerseite. Die Mannschaft bestätigte im Nachhinein die Ankündigung von Obmann Manfred Werner, der die Titelverteidigung versprochen hatte. „Wir wollten das Ding hier gewinnen, dass es aber schließlich wieder so knapp war, hatten wir nicht geplant“, war die einhellige Mannschaftsmeinung.

Auch der Repräsentant des Hauptsponsors Sparkasse Aachen, Sascha Schaffrath, zeigte sich von den gebotenen Leistungen angetan. „Faire Spiele, guter Fußball und eine prima Stimmung“, bescheinigte er dem Veranstalter. Der Mann kann mitsprechen, hat er doch dereinst bei Rhenania Alsdorf in der Landesliga die Stiefel geschnürt.

Den Ball griff Alexander Gösgens, erster Vorsitzender des FV Vaalserquartier zustimmend auf. „Wir freuen uns über einen tollen Turnierverlauf, alles hat reibungslos geklappt“, resümierte er und dankte allen freiwilligen Helfern, die an den Turniertagen mitgeholfen und zum guten Gelingen beigetragen haben.

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