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Schnelles Handeln in brenzliger Situation

Von: Svenja Pesch
Letzte Aktualisierung:
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Schnelles Handeln gefragt: Der Löschzug Haaren probte den Ernstfall in einer Reifenhandlung. Foto: Martin Ratajczak
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Nach der Arbeit das Vergnügen: Im Beisein von Bezirksbürgermeister Ferdinand Corsten (l.) und Feuerwehrchef Jürgen Wolf (2.v.l.) sowie Löschzugführer Jörn Heiliger (r.) gab es Ehrungen und Beförderungen. Foto: Martin Ratajczak

Haaren. Die Sirenen heulen auf. Kurz darauf hört man bereits das Signalhorn der Einsatzwagen. Dann geht alles ganz schnell. Oder besser gesagt: Es muss ganz schnell gehen. Denn selbst wenn es sich bei dem Einsatz der Löschzüge Haaren, Eilendorf sowie der Berufsfeuerwehr um eine Übung handelt, so ist die Situation einer realen nachempfunden.

Durch einen technischen Defekt an einer Maschine ist ein Feuer ausgebrochen. Die Rauchentwicklung breitet sich schnell in der ganzen Firma aus. Zudem befinden sich noch mehrere Personen im Betrieb und im angrenzenden Wohnhaus.

Eine Herausforderung, die unter Zeitdruck reibungslos verlaufen muss, wie Löschzugführer Jörn Heiliger erzählt: „Die Übung hier bei Reifen Büscher ist sozusagen unsere Abschlussprüfung, bevor es in den Winterdienst geht und die Inhalte etwas theoretischer werden. Diesen Betrieb kennen einige unserer Leute noch nicht. Außerdem ist Gummi, das in einer Reifenfirma natürlich überall steht, leicht entflammbar.“

Sieben Verletzte sind in den Räumen eingeschlossen. Doch die großen Rauchwolken machen es für die Einsatzwagen und die 50 Helfer schwer, in die zum Teil verschlossenen Räume zu gelangen. Mit Hilfe eines großen Lüfters wird der Rauch ein wenig aufgelöst und die Feuerwehrleute können nun mit Atemmasken nach den Verletzten suchen.

Auf der Straße haben sich mittlerweile einige Menschen eingefunden, die neugierig beobachten, was in der Firma vor sich geht. Da alles täuschend echt aussieht, muss Michael Büscher, Geschäftsführer von Reifen Büscher, die Situation mehr als einmal aufklären. Im Ernstfall würde das Areal großflächig abgesperrt werden, damit Schaulustige nicht die Arbeit behindern.

Gewusst haben die Löschzüge und ihre 50 Helfer von der Übung nichts. Der Einsatz kam ganz spontan. „Es ist wichtig, dass alles so realistisch wie möglich ist. Das Aufbauen der Schläuche und das Sichern der Kameraden dauert ungefähr fünf Minuten, dann wird schon mit dem Löschen begonnen“, ergänzt Heiliger, der während des ganzen Einsatzes per Funkgerät immer mit einigen Kollegen in Kontakt steht und dadurch erfährt, wie sich die Situation in der Firma entwickelt.

Der Löschzug Haaren wird im Jahr durchschnittlich zu 30 Einsätzen gerufen. Und damit diese auch weiterhin so reibungslos verlaufen, dienen die Übungen nicht nur den Menschen der Feuerwehr, sondern letztlich jedem. Denn je schneller und routinierter ein Einsatz abläuft, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zu keinen größeren Verletzungen kommt.

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