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Mit einem Maßnahmenplan Haarens Zukunft gestalten

Von: Katrin Haas
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Haaren. Seit geraumer Zeit sehen die Bewohner in Haaren Verbesserungsbedarf. Im Mittelpunkt steht die Diskussion um die Belastung durch die vielbefahrene Alt-Haarener Straße, ein weiterer Wunsch der Bürger ist der nach mehr Grünflächen im Kern des Stadtteils. Für die Maßnahmen steht nun erstmalig ein Finanzierungskonzept in Aussicht: „Wir werden die Städtebauförderung für Haaren beantragen“, erklärt Christiane Melcher, leitende Stadtbaudirektorin.

Die zuständigen Ministerien hätten schon signalisiert, dass es möglich ist, Haaren in die Städtebauförderung aufzunehmen. Die Kosten der von der Stadt geplanten Maßnahmen belaufen sich auf 3,5 bis 4 Millionen Euro, die Städtebauförderung würde 70 bis 80 Prozent der Kosten übernehmen. Den notwendigen Rahmen- und Maßnahmenplan erarbeitet die Stadt Aachen gemeinsam mit den Bürgern aus Haaren. In einer Themenwerkstatt diskutieren rund 60 interessierte Anwohner die Vorschläge der Stadt und des Architekturbüros Archigraphus zur Umgestaltung ihres Stadtteils.

„Wir haben uns sehr gefreut, dass die Leute zu jedem Thema Anregungen hatten“, sagt Melcher. Die Idee nachts auf der Alt-Haarener Straße das Tempo 30 vorzuschreiben, wird zumindest in dieser Teilnehmerrunde begrüßt. Ein Bürger hat sogar die Idee eine Maut für Lkw zu verlangen, die durch Haaren durchfahren. Die Nähe zur Autobahn charakterisiert das Viertel: „Haaren kann sich nicht ausdehnen, hat aber Flächen in der Mitte, aus denen es etwas machen kann“, sagt Gertrude Helm, Abteilungsleiterin Stadterneuerung und Stadtgestaltung.

Die Vorschläge sind nicht neu, schon 2008 wurden diese teilweise diskutiert. Die Teilnehmer finden viele Ideen der Stadt gut, kritisieren vor allem aber die Alltagstauglichkeit einiger Vorschläge. Die Anregung, dass die grünen Inseln von Haaren aufgewertet und besser zugänglich gemacht werden sollen, findet große Zustimmung. Beispielsweise soll am Ortseingang kommend von der Jülicher Straße eine direkte Verbindung zur Wurm geschaffen werden. Hier wünschen sich die Bewohner aber besonders Rad- und Rollstuhl freundliche Wege. Dieses Thema bleibt auch bei der Umgestaltung des Denkmalplatzes aktuell, hier haben die Architekten eine Treppe von der Alt-Haarener Straße hoch zum Platz geplant. Die Teilnehmer fordern auch hier eine barrierefreie Zufahrt.

Ein weiterer Themenschwerpunkt bildet der Markt. Den Haarbach hier an die Oberfläche zu holen, ist finanziell nicht möglich, da dieser in acht Meter Tiefe liegt. Trotzdem sollen Wasserflächen und Brunnen das Element bewusst machen. Ein Vorschlag der Stadtplaner ist die Verlegung des Marktes hinter die St. Germanus Kirche, auch das fand Zustimmung. Die Baulücke, die an der Friedenstraße vor einigen Jahren für die geplante Haarener Allee vorbereitet wurde, soll mit einer Bebauung verschlossen werden.

Ein Durchgang unterhalb eines schwebenden Hauses ermöglicht den Spaziergängern den Weg in Richtung Park. Dies und die geplante Bebauung zwischen Friedenstraße und Wurm sehen einige Anwohner kritisch, da so bestehende Grünflächen verschwinden. Der Bau von Wohnungen ist aber eine Voraussetzung für die Bewilligung der Städtebauförderung. „Wir müssen in verträglichem Maß Wohnraum schaffen“, sagte Melcher.

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