Haaren: An der Kreuzstraße kann weiter gebaut werden

Von: Stephan Mohne
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Haaren/Münster. Es ging um viel: Schließlich stehen dort, wo einst die DJK FV Haaren auf Punktejagd ging, 51 Grundstücke zum Verkauf. Mehr noch: Mehr als zehn der Teilflächen des ehemaligen Sportplatzes zwischen Kreuzstraße und Lindenweg sind schon verkauft, an zwei Stellen wird bereits gebaut.

Bislang schwebte aber über den Vermarktern von der Sparkassen Immobilien GmbH und den Häuslebauern noch ein Damoklesschwert: eine Klage von Anwohnern gegen den von der Stadt aufgestellten Bebauungsplan.

Schon als das Baugebiet noch im Ideenstadium war, gab es Proteste, Bürgerinformationen liefen durchaus turbulent ab. Seit Freitagmorgen aber steht fest: Es kann weiter gebaut werden.

„Das Oberverwaltungsgericht hat die Klage weitestgehend abgewiesen”, so Dr. Martin Schnell, Vorsitzender Richter und stellvertretender Pressedezernent des OVG, auf Anfrage. Nur eine Formulierung in den Festsetzungen des Bebauungsplans, bei der es um Aufschüttungen und Abtragungen geht, sei zu vage gewesen. „Das ist aber eine Marginalie”, so Schnell.

Auch Axel Costard vom städtischen Presseamt hatte die Kunde erreicht: „In allen drei Punkten ist die Klage zurückgewiesen worden”, sagte er. Angestrengt worden war von den Anwohnern eine „Normenkontrollklage”, mit der unter anderem die Rechtmäßigkeit von Bebauungsplänen geprüft wird.

Unter anderem hatten die Kläger geltend gemacht, dass durch das Neubaugebiet die klimatische Situation am Haarberg - insbesondere die Frischluftzufuhr - verschlechtert werde.

Außerdem wurden die Zahlen einer Berechnung zur Verkehrsbelastung angezweifelt und eine nach Meinung der Kläger falsche Ausweisung des Gebietes angeprangert. Diesen Kritikpunkten folgten die Richter allerdings nicht.

Gebaut werden auf dem rund 20.000 Quadratmeter großen Areal nun 25 freistehende Einfamilienhäuser und 26 Doppelhaushälften. Vom Verkaufserlös des Sportplatzes hatte die Stadt der DJK FV Haaren eine neue Anlage an der Neuköllner Straße gebaut.
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