Guter Durchblick in Sachen Ökologie

Von: sh
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Aus Alt mach Neu: An der Amyastraße wird das bisher größte Fensterrecyclingprojekt in der Aachener Region umgesetzt. Foto: Michael Jaspers

Aachen. „Wir machen hier alles dicht!”, blickt André Kochs zufrieden auf die frisch sanierte Fensterfront. Der Geschäftsführer des Herzogenrather Fensterbauunternehmens ist Experte für das Thema Sanierung. Und eben das passiert derzeit in der Amyastraße.

Genauer gesagt: Dort läuft momentan das größte Fensterrecyclingprojekt der Region. Über 1500 ausgediente PVC-Altfenster wandern in den Container. Von dort aus geht´s per Lkw ins westfälische Höxter, wo die kompletten Fensterrahmen (das Glas wird zuvor entfernt) in den Schredder gekippt werden. Anschließend entstehen aus dem PVC-Granulat dann wieder neue Fenster. Experten nennen das Ganze dann „Umweltgerechte Modernisierung”.

„Früher wären die Fenster den Weg des Irdischen gegangen”, erzählt der Vertreter der Wohnungseigentümergesellschaft, Michael Schmitt-Degenhart. Endstation Müllkippe war gestern. Doch noch immer befeuern viele Müllverbrennungsanlagen ihre Öfen mit alten Fensterrahmen, um die Auslastung hochzuhalten.

232 Wohnungen werden saniert

„Dabei gibt es eine Menge an neuem Leben, das wir den recycelten Fenstern einhauchen können”, wirft Michael Vetter vom beteiligten Dienstleister Rewindo ein. Der Wiederverwertung gehört die Zukunft, da sind sich alle Beteiligten in der Amyastraße einig. 232 Wohnungen stehen dort auf dem Sanierungsplan. Kosten: knapp 4 Millionen Euro.

Bis zum Jahreswechsel, so Koch, sei man mit den 25 Wohnblocks fertig. Und da die Initiatoren sich für die nachhaltige Methode des Fensterrecyclings entschieden haben, sind sie auch beim bundesweiten Wettbewerb „Umweltgerechte Modernisierung” unter Schirmherrschaft des Bundesverbandes deutscher Wohnungsunternehmen (GdW) dabei. Für die Bewohner bedeuten die dichten Fenster in Zukunft vor allem: geringere Heizkosten und höherer Wohnkomfort.
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