Aachen - Grundschulwünsche werden nicht erfüllt

Grundschulwünsche werden nicht erfüllt

Von: Thorsten Karbach
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Es gibt Unruhe in der Stadt. Die hat natürlich auch Ulla Roder vernommen. Die Unruhe herrscht unter Eltern, die ihr Kind wohl nicht an ihrer Wunschgrundschule untergebracht sehen, und Grundschulen, die gerne mehr Klassen aufmachen würden als vorgesehen.

„Ich habe Verständnis für alle”, sagt Schulaufsichtsbeamtin Roder.

Doch bleiben wird es, wie es ist. Die Grundschulen Vaalserquartier, Gut Kullen, Birkstraße, Am Höfling und Passstraße werden keine weiteren Klassen eröffnen. Ihre Anträge wurden bereits im Schulausschuss abgelehnt. Politik und Verwaltung bleiben bei dieser Linie. Eltern, deren Kinder nun an der Wunschschule abgelehnt werden müssen, bekommen in der nächsten Woche Post von der Schule.

Dem Schreiben wird eine Liste mit alternativen Schulen beigefügt, die noch freie Plätze haben. 27 Grundschulen haben noch Aufnahmekapazitäten. „Es werden Kinder an Wunschschulen nicht aufgenommen werden können, die Kapazität ist nicht da”, sagt Roder.

Für die Eltern ist dies schwer zu verstehen. Nach AZ-Informationen werden Widersprüche angestrebt. Juristisch ist die Stadt aber im Recht. Denn obwohl die „freie Schulwahl” nun auf dem Papier besteht, gibt es einen Rechtsanspruch ausschließlich auf den Besuch der vom Wohnort nächstgelegenen Grundschule. „Und der politische Beschluss, die Zügigkeiten der Grundschulen festzulegen, ist bindend”, so Roder.

Zwei Argumente führt Roder auf: Nur durch die Festlegung der Zügigkeiten lassen sich in Aachen möglichst viele Schulen erhalten. Zudem kommt die Stadt durch ihre Planung der idealen Klassengröße von 24 Kindern einen Schritt näher. Die Zahl orientiert sich auch an der Lehrerplanung, denn pro 23,86 Kinder gibt es einen Lehrer. „Effektiver könnten wir Lehrer nicht einsetzen”, sagt Karl-Josef Mathar, verwaltungsfachlicher Leiter beim Schulamt.

Ganz praktisch bekommen die Eltern, deren Kinder abgelehnt werden müssen, vom 26. bis 28. Januar die Chance, sich eine neue Schule anzusehen. Theoretisch mit weiteren Konsequenzen: Denn auch in der zweiten Wahlphase besteht ein Rechtsanspruch auf die nächstgelegene Grundschule. Wenn der nun wahrgenommen wird, könnte es dort - wenn die Kapazität erschöpft - noch Ablehnungen von bereits angemeldeten Schüler geben. „Aber das hoffen wir nicht”, sagt Mathar. Es würde für weitere Unruhe sorgen.
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