Grundschule hat etwas aufs Dach bekommen

Von: Günther Sander
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Neu auf dem Dach: Die Solaranl
Neu auf dem Dach: Die Solaranlage der Grundschule Richterich ist auf bürgerschaftliches Engagement hin installiert worden. Foto: Kurt Bauer.

Richterich. Die städtische Gemeinschaftsgrundschule in der Grünenthaler Straße hat mächtig was aufs Dach bekommen: eine Bürgersolaranlage.

Ermöglicht wurde das von einer Initiativgruppe sämtlicher politischen Parteien, die für das Projekt „Sonne für Aachener Gebäude”, von der Stadt Aachen seit Jahren schon unterstützt, kräftig die Werbetrommel gerührt hat. Zwischenzeitlich ist eine aus 16 Privatpersonen bestehende Betreibergesellschaft ins Leben gerufen worden. Die wiederum hat durch die Aachener Fachfirma Lebherz und Partner die Photovoltaikanlage auf dem Schulhausdach installieren lassen.

Über die Maßnahme informierten Michael Ferber (technischer Leiter des Gebäudemanagements), Ulrike Leidinger (Energiemanagement), Bezirksbürgermeisterin Marlis Köhne sowie Dr. Otto-Wilhelm Kuhrt-Lassay (ehrenamtlicher Leiter der Betreibergesellschaft). Leidinger sagte, dass auf Aachener Schulen und anderen städtischen Gebäuden inzwischen 44 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von über 1120 Kilowatt-Peak (kWp) entstanden seien. „Wir sind froh, dass es nun auch in Richterich geklappt hat”, fügten sie und Ferber hinzu.

Den Werdegang, von der Idee bis zur Vollendung, schilderte Marlis Köhne. Der Wunsch danach sei einstimmig von der Bezirksvertretung ausgesprochen worden. In Anbetracht des geplanten Neubaugebietes „Richtericher Dell” (soll klimaneutrale Modellsiedlung werden) sei es begrüßenswert, jetzt schon im alten Ortskern Pionierarbeit geleistet zu haben. Jeder Bürger konnte sich beteiligen. Jetzt ist die Anlage auf dem Dach installiert, sie wurde der optimalen Dachneigung angepasst. Spitzenzeiten für die Fütterung der Anlage (128 Module) seien im Frühjahr und Herbst, sie ist in der Lage, 26 112 Kilowattstunden jährlich zu erzeugen, genug Strom um etwa fünf bis sieben vierköpfige Familien mit Elektrizität zu versorgen. Eine erste Ablesung konnte bereits vorgenommen werden, bislang sind über 7000 Kilowattstunden emissionsfreier Strom ins Netz eingespeist worden. Wie Jörg Funk, stellvertretender Schulleiter, anmerkte, habe die Anlage auch einen pädagogischen Wert und sei Thema im Schulunterricht.

Die Technik der PV-Anlage

Die Anlage hat eine Nennleistung von 30,72 Kilowatt-Peak. Als Nennleistung bezeichnet man die Strommenge, die unter normierten Prüfbedingungen gemessen wurden. Die Richtericher Anlage wird bei 26 112 Kilowattstunden einen Netto-Ertrag von rund 7500 Euro im Jahr erwirtschaften.

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