Grundschule Barbarastraße ausgezeichnet

Von: Hans-Peter Leisten
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Gesund gefrühstückt, fit für den Unterricht: Die Kinder von der Barbarastraße lieben das Bewegungskonzept.
Foto: Andreas Steindl

Aachen. Die Kinder freuen sich auf ihre Schule. Jeden Tag aufs Neue, und das aus gutem Grund. Denn neben Rechnen, Lesen und all´ den anderen wichtigen Fächern lernen sie an der Katholischen Grundschule Barbarastraße auch Dinge, die normalerweise nicht auf dem Stundenplan stehen und doch mindestens genauso wichtig sind fürs Leben.

Wie man sich gesund ernährt und sich zudem ausreichend bewegt. Eigentlich Grundtugenden, die - in unserer Gesellschaft mitunter vernachlässigt - in der Grundschule inzwischen wieder zum Alltag gehören. Und das ist vorbildlich - finden nicht nur die Kinder, das findet auch das Berliner Projekt „Deutscher Präventionspreis” und hat die Aachener KGS bei der diesjährigen Preisverleihung aufs Siegerpodest gehoben.

Am Dienstag nahmen Schulleiterin Huberta Defourny und eine Abordnung von Schülerinnen und Schülern aus der Hand von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt die entsprechende Urkunde für den 3. Platz entgegen, der - und das wird alle besonders freuen - mit einem Geldpreis in Höhe von 4000 Euro verbunden ist.

Ein großer Moment also für die Aachener Delegation, als sie vor 200 Gästen die Bühne in der Berliner Kalkscheune betrat. Die Bewerbung lag schon einige Zeit zurück. „Und als es dann auf die Gewinner bei den Offenen Ganztagsschulen zuging, waren wir schon ganz schön gespannt”, schildert die Schulleiterin die Gefühle kurz vor der Preisüberreichung.

Und die Glückwünsche waren vielleicht noch eine Spur herzlicher, als sie gemeinsam mit der engagierten Vorsitzenden des Fördervereins der KGS, Uschi Brammertz, Ulla Schmidt - quasi von Aachenerin zu Aachenerin - gegenüberstand.

„Bildung und Gesundheit stehen in direktem Zusammenhang. Kinder, die gesund aufwachsen, sich viel bewegen und ausgeglichen sind, haben bessere Entwicklungschancen”, betonte die Ministerin. Der Grundschule käme hier eine besondere Bedeutung zu.

Auf den Preis können sich die Ausgezeichnete in der Tat etwas einbilden, schließlich überzeugte die Bewerbung mit den beiden selbst entwickelten Projekten „Gesund gefrühstückt lernt es sich leichter” und „Bewegte Schule”.

Die Jury wählte aus 600 Schulen bundesweit zunächst zwölf aus den Kategorien offene Ganztagsschule, gebundene Ganztagsschule und Halbtagsgrundschule aus. Und im Bereich OGS schafften die Aachener eben Platz 3.

Der Ansatz an der Barbarastraße ist ein ganzheitlicher. Es geht primär um die gesunde Ernährung und ausreichende Bewegung. Unterstützt durch den Förderverein bereitet ein Frühstücksmütterkreis gesunde Mahlzeiten vor, schafft damit aber zugleich die Plattform für vernetztes Arbeiten.

Die Mütter aus vielen Herkunftsländern lernen sich kennen, verbessern ihre Sprache, stärken ihr Selbstbewusstsein Und das kommt auch wieder den Kindern zugute, die in einem schwierigen sozialen Umfeld zur Schule gehen. Integraler Bestandteil des Konzeptes ist aber auch die tägliche Sportstunde. Satt und fit - so könnte man die Startbedingungen für den Unterricht titulieren.

So ganz ungetrübt war die Freude bei Huberta Defourny dann doch nicht, denn ihre Schule geht im neuen Schuljahr mit anderen in der GGS Brühlstraße auf. Und so sagt sie: „Schade, dass eine Schule, die eine solche Auszeichnung erhält, nicht eigenständig weiter bestehen kann.”

Der Deutsche Präventionspreis ist ein Kooperationsprojekt des Bundesministeriums für Gesundheit, der Manfred Lautenschläger Stiftung und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Der Preis wird seit sechs Jahren verliehen.

Die ausgesuchten Schulen haben die Jury durch vorbildliche Angebote zu Ernährung, Bewegung und psychosozialer Gesundheit überzeugt. Das Thema lautete „Gesund aufwachsen”.

Die Jury legte bei ihrer Entscheidung die Schwerpunkte auf Ernährung, Gesundheit und psychosoziale Gesundheit die Elternarbeit sowie die Vernetzung der Schule. Auch die Förderung der Gesundheitschancen von Kindern aus sozial benachteiligten Familien spielte eine wichtige Rolle.

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