Grünes Licht für mehr Sicherheit an 47 Ampeln

Von: Matthias Hinrichs
Letzte Aktualisierung:
ampelbild
Bahn frei für mehr Sicherheit und umweltfreundliche Technik: 13 wichtige Ampelanlagen, wie hier am Kaiserplatz, sollen bei der Modernisierung Priorität erhalten. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Einleuchtend: Die beste Verkehrsplanung nützt wenig, wenn die technische Steuerung der Signalgeber zum Vabanque-Spiel zu geraten doht. Deshalb greift die Stadt jetzt tief in die kommunale Kasse, um nicht weniger als 47 Ampelanlagen an teils besonders wichtigen Knotenpunkten auf den neuesten Stand zu bringen.

Soeben ist die Ausschreibung für die Umrüstung der völlig veralteten Masten auf LED-Technik erfolgt. Im Frühjahr soll mit der Modernisierung begonnen werden, bis zum Jahresende sollen die Maßnahmen peu à peu umgesetzt werden, erklärte Axel Costard vom Presseamt auf Anfrage. Im November hatte der Rat sein Plazet für die Investition erteilt.

Nach AZ-Informationen ist das Gesamtprojekt auf eine knappe Million Euro veranschlagt. Und obwohl sich die Hoffnungen auf eine fette Finanzspritze aus dem Konjunkturprogramm II nicht erfüllt haben, soll sich die Aktion mittel- bis langfristig auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten durchaus rechnen, betont Costard. „Insgesamt reduzieren sich die Wartungskosten um jährlich rund 39.000 Euro, weitere 26.000 Euro spart die Stadt pro Jahr, weil die neuen Anlagen wesentlich weniger Energie verbrauchen. Hinzu kommen rund 21.000 Euro für Lampenwechsel, die künftig nicht mehr erforderlich sind”, erläutert Costard.

LED-Vorreiter bereits seit 2004

Bereits in den Jahren 2004 und 2005 hatte die Stadt durch die Umrüstung von 111 Ampeln bundesweit Zeichen nicht zuletzt in Sachen Ökologie gesetzt. Inzwischen sind 124 der rund 220 Anlagen zwischen Berensberg und Walheim mit LED-Technik bestückt.

Besondere Priorität bei der zweiten Etappe erhalten jetzt 13 wichtige Lichtzeichengeber, die bereits seit den frühen achtziger Jahren mit den gleichen, völlig veralteten Steuersystemen betrieben werden. Die sind folglich nicht nur besonders reparaturanfällig; Ersatzteile sind praktisch nicht mehr zu beschaffen - mit den entsprechend fatalen Konsequenzen. So sind laut Verwaltung allein im Jahr 2008 fünf Blechknotenpunkte zeitweise lahmgelegt worden, weil die Rot-Grün-Mechanismen auf immerdar den Geist aufgegeben hatten.

Daher sollen die Techniker zunächst unter anderem am Kaiserplatz/Ecke Adalbertsteinweg, am Boxgraben/Ecke Mozartstraße, an der Alt-Haarener-Straße/Haarberg, der Freunder Landstraße/Ecke Eilendorfer Straße und am Prager Ring/Ecke Grüner Weg zu Werke gehen. Ferner werden auch Ampeln modernisiert, die bereits über stromsparende 10-Volt- statt die vordem obligatorische 220-Volt-Technik verfügen. Denn inzwischen konnte der Energieverbrauch auch der LED-Signalgeber weiter erheblich reduziert werden.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert