Grünes Licht für Kandidaten, Beifall für Michael Riese

Von: os
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Cliff Gatzweiler, FDP.
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Markus Mohr, AFD.
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Matthias Achilles, Piraten.
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Nico Riedemann, ÖDP.
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Ulla Schmidt, SPD.
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Katrin Feldmann, Grüne.
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Andrej Hunko, Linke
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Rudolf Henke, CDU

Aachen. Beifall und ein Abschiedsgeschenk für einen altgedienten Wahlexperten, grünes Licht für acht Aachener Kandidaten: Der städtische Kreiswahlausschuss hat am Freitag die Weichen für die Bundestagswahl am 24. September gestellt und alle Bewerber, die bis zum Ablauf der Frist am 17. Juli vorgeschlagen worden sind, formell zugelassen.

Damit nehmen Rudolf Henke (CDU), Ulla Schmidt (SPD), Katrin Feldmann (Grüne), Andrej Hunko (Die Linke), Cliff Gatzweiler (FDP), Markus Mohr (AfD), Matthias Achilles (Piraten) und Nico Riedemann (ÖDP) den Kampf um das Direktmandat im Wahlkreis 87 – Aachen I – auf.

Überraschender als diese in wenigen Minuten erledigte Formalie kam allerdings die Verabschiedung eines altgedienten Wahlexperten in der Aachener Stadtverwaltung: Für den Leiter des Wahlamts, Michael Riese, war es die letzte Kreiswahlausschusssitzung. Der bald 63-Jährige geht in Vorruhestand. Schon am kommenden Dienstag ist sein letzter Arbeitstag, die Bundestagswahl findet bereits ohne ihn statt – was dann schon so etwas wie eine Zäsur ist. Schließlich ist Riese seit 1973 bei der Aachener Verwaltung beschäftigt und seit 1976 im Wahlamt tätig. „Fast ein ganzes Arbeitsleben“, wie er selber sagt, in dem er über den Daumen gepeilt rund 40 Wahlen in Aachen organisiert hat. „Ich bin ein bisschen müde geworden“, begründet der Wahlfachmann den Schritt in den Vorruhestand und macht keinen Hehl daraus, dass ihm vor allem die Vorkommnisse bei der Kommunalwahl 2014, als es massive Probleme bei der Briefwahl gab, noch nachhängen. Nach AZ-Informationen gab es damals große Personalengpässe im Wahlamt, was die Verwaltungsspitze seinerzeit allerdings bestritt.

Auf einen reibungsloseren Ablauf als bei diesem Urnengang – und auch bei der jüngsten Landtagswahl, als es Probleme bei der Zustellung der Briefwahlunterlagen gab – hoffen derweil die acht Kandidaten, unter denen es ebenfalls „Altgediente“ gibt. Allen voran gilt dies für die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags, Ulla Schmidt, die seit 1990 für die SPD im Parlament sitzt. Sie und der Linke Andrej Hunko (seit 2009 im Bundestag) haben über ihre Listenplatzierungen ein Mandat ziemlich sicher, während der Christdemokrat Rudolf Henke den Aachener Wahlkreis wohl gewinnen muss, um weiter in Berlin wirken zu können. 2009 errang der Mediziner und Ärztefunktionär, der zuvor 14 Jahre im Landtag saß, erstmals das Aachener Direktmandat gegen Schmidt, bei der Bundestagswahl 2013 wiederholte er diesen Erfolg.

Ansonsten stehen fünf neue Gesichter zur Wahl. Die Politikwissenschaftlerin Katrin Feldmann (Grüne), der Rechtsanwalt Cliff Gatzweiler (FDP), der Unternehmer Markus Mohr (AfD) und die Studenten Matthias Achilles (Piraten) und Nico Riedemann (ÖDP) kandidieren am 24. September zum ersten Mal bei einer Bundestagswahl. Und so ganz ohne den langjährigen Wahlexperten Michael Riese wird diese Wahl doch nicht ablaufen. Natürlich sei er dabei, sagt er: „Ich werde als Wahlberechtigter wählen gehen.“

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