Aachen - Grüner Wechsel im Stadtrat: Rennert geht, Luczak rückt nach

Grüner Wechsel im Stadtrat: Rennert geht, Luczak rückt nach

Von: tka
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Wechsel bei den Grünen: Christiane Rennert verlässt aus beruflichen Gründen den Stadtrat, ihren Sitz wird Jochen Luczak einnehmen, langjähriger Geschäftsführer der Aachener Grünen. Foto: Harald Krömer

Aachen. Sie hatte ein mulmiges Gefühl, als Christiane Rennert ihren „unwiderruflichen Verzicht auf ihr Ratsmandat” sprach. Es war ein formeller Akt, vorgeschrieben und kaum zwei Minuten hat er gedauert. Damit ist die 46-jährige Volkswirtin seit Donnerstag nicht mehr Ratsfrau der Grünen.

Ihren Sitz im Stadtrat nimmt Parteigeschäftsführer Jochen Luczak ein, er ist der nächste auf der Grünen-Reserveliste, die in solchen Situationen greift. Rennerts Aus hat dabei keineswegs politische Gründe.

Die Finanz- und Wirtschaftsexpertin der Partei wechselt beruflich nach Dresden, bleibt dort aber den Grünen erhalten. Rennert wird als parlamentarische Beraterin für Wirtschaft und Finanzen für die Landtagsfraktion arbeiten.

Zunächst ist ihr Vertrag bis September datiert, ziehen die Grünen dann erneut in den Landtag ein, wäre ein weiteres Engagement vorgesehen. Verpassen die Grünen den Einzug in den Landtag, ist aber auch eine Rückkehr nach Aachen möglich. Bei der Kommunalwahl wird Rennert in Aachen aber keinesfalls kandidieren.

Ihr Nachfolger Jochen Luczak, bislang sachkundiger Bürger in Sport- und Wahlausschuss, dagegen schon. Er steht auf Platz 10 der Reserveliste. Das hat bei der letzten Kommunalwahl für einen Platz im Stadtrat gereicht. „Ich finde keinen Grund, warum es diesmal weniger werden sollten”, sagt er.

Luczak will in den Rat, auch wenn theoretisch sogar ein Sitz in Berlin möglich ist. Denn Luczak ist zugleich Bundestagskandidat der Aachener Grünen. „Das erwarte ich aber nicht”, sagt er. Der 58-Jährige will sich stattdessen in Aachen engagieren. Luczaks Themen sind Stadtentwicklung, Umwelt- und Klimaschutz. „Deswegen bin ich 1995 als Geschäftsführer zu den Grünen gekommen”, sagt er.

Die Grünen werden seinen Tag nun noch mehr bestimmen. „Ich kann jetzt von morgens bis abends volle Kanne politische Ziele verfolgen”, sagt er. „Neue Ideen und neue Konstellationen im Personal ergeben neue Möglichkeiten”, gibt Rennert ihrem Nachfolger mit auf den Weg. Wie ihre Themen aufgeteilt werden, ist noch offen. Zumal Wirtschaft und Finanzen, so Rennert, „kein urgrünes Themenspektrum” sind. „Nicht bei allen Grünen stehen stabile Finanzen im Vordergrund, da ist es nicht immer einfach, Politik zu machen”, sagt sie. Acht Jahre hat sie als Finanzexpertin im Rat gesessen, 1995 hat sieÊals sachkundige Bürger ihr politisches Engagement bei den Grünen begonnen. Keine zwei Minuten hat es gedauert, es zu beenden.
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