Grüne rücken Karl V. ins Rampenlicht

Von: jju
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Aachen. Neben Karl dem Großen wurden etliche andere Könige in Aachen gekrönt – zum Beispiel Karl V. Die Krönung dieses Königs gilt als eine der prachtvollsten in Aachen. Die grüne Ratsfraktion stellt daher einen Antrag, 2020 sein 500. Krönungsjubiläum mit einem kulturhistorischen Projekt zu begehen.

Karl V. scheint im Alltag eher unbekannt. „Aber unbekannt heißt nicht unbedeutend“, sagte Aida Beslagic, kulturpolitische Sprecherin der Grünen Ratsfraktion. Das bekannte Krönungsmahl wird am 23. Oktober begangen – dem Datum, an dem Karl V. 1520 in Aachen gekrönt wurde. Die Grünen haben sich zum Ziel gesetzt, diesen König zum 500. Krönungsjubiläum ins Bewusstsein zu rufen.

„Wir trauen das Aachen zu“, erklärte Beslagic. „Aachen hat 2014 gezeigt, dass es das gut machen kann.“ Karl V. hatte Machtansprüche, die bis nach Amerika und auf die Philippinen reichten, da er auch König von Spanien war. Zehn Jahre nach seiner Krönung wurde er gewählter Kaiser. Unterstützt wurde diese Wahl durch Finanzkapital, das er von den Fuggern erhielt. „Es ist eine spannende Zeit“, sagte Grünen-Ratsherr Hermann Josef Pilgram.

„Wir haben einmal die Finanzierung durch Finanzkapital, die Reformation und einen beginnenden Kolonialismus.“ Bereits im 16. Jahrhundert hatte der Habsburger die Idee, Europa zu einigen. Der Prozess von oben scheiterte jedoch. Auch die Rolle Karls V. in einer Zeit des Umbruchs könnte thematisiert werden. „Die ganze Welt war im Umbruch“, sagte Pilgram. „Eine interessante Parallele zur heutigen Zeit.“

Das kulturhistorische Projekt zum 500. Krönungsjubiläum könnte sowohl Bezüge zur Lokalgeschichte, als auch zu überregionalen Hintergründen bilden, Veranstaltungen und Ausstellungen umfassen. Ein Beispiel wäre, Albrecht Dürers Treffen mit Karl V. im Zusammenhang mit der geplanten Albrecht Dürer-Ausstellung im Suermondt Ludwig Museum aufzugreifen.

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