Aachen - Grüne möchten Finger in die Wunde legen

Grüne möchten Finger in die Wunde legen

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Aachen. Die Botschaft der Bündnis-Grünen beim Neujahrsempfang im Jakobshof war klar und eindeutig.

„Wir wollen möglichst viel Grün im Rat der Stadt, denn wir wissen, dass wir gut sind”, sagte OB-Kandidatin Hilde Scheidt unter starkem Beifall. Die Grünen seien die Garantie für eine nachhaltige, ökologische und ökonomische Politik.

Finanzkrise, Konjunkturpakete, Superwahljahr, das alles waren Themen, mit denen sich Hilde Scheidt, Grünensprecherin Sabine Göddenhenrich und Thomas Griese, Spitzenkandidat für die Städteregion, beschäftigten. Alle drei gaben sich optimistisch und selbstbewusst, was die Wahlen angeht.

Göddenhenrich sagte in Anspielung auf das „verschwundene Geld”, für sie sei längst nicht klar, ob dieses Geld überhaupt vorhanden war oder nur auf dem Papier existiert habe. Erstaunen auch darüber, woher die Bundesregierung jetzt das viele Geld hernehme.

Uneinigkeit dann, ob das, was man jetzt erlebe, wirklich eine Krise sei. „Wir müssen das Beste aus der Situation machen”, riet sie. Für Aachen sei es wichtig, gut mit dem Haushalt umzugehen. Auf keinen Fall dürfe das Geld aus den Konjunkturpaketen im Straßenbau verschwinden: „Es gibt wichtigere Dinge”, sagt Göddenhenrich.

„Die wichtigste Investition, auch in Aachen, ist die, in die Menschen”, machte Hilde Scheidt deutlich. Daher gelte es, die Sozial- und Jugendpolitik zu stärken. „Der grüne Motor soll unsere Stadt bewegen. Grün tut Aachen gut”, gab sie die Parole aus. In Aachen solle man sich wohlfühlen, daher sei auch die Integration ein wichtiges Thema.

Scheidt forderte für Migranten das kommunale Wahlrecht und möchte in Sachen Integration große Projekt anstoßen. „Was wir in Aachen, und erst recht im Rat der Stadt, nicht wollen, sind Rechtsradikale.” Das „braune Gesocks” habe hier nichts zu suchen.

Griese sieht die Städteregion als gute Chance, um die Geschicke in Stadt und Kreis bestimmen zu können. „Das ist ein Gewinn an Demokratie”, meinte er und möchte Akzente setzen bei den erneuerbaren Energien, für die Sozialpolitik eintreten und die Kinderarmut bekämpfen.

„Finger in offene Wunden zu legen ist mir ein Anliegen.” Im Superwahljahr wollen die Grünen richtige Antworten, nämlich „grüne Antworten” geben. Mit Begeisterung wollen sich die Grünen für Hilde Scheidt als Oberbürgermeisterin stark machen. Man spreche immer nur davon, wer wird Oberbürgermeister. „Richtig muss es aber heißen, wer wird Oberbürgermeisterin?”, so Griese, denn das wäre für Aachen eine tolle Sache und bemerkenswert.
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