Grüne kritisieren Ausbau der Monschauer Straße

Von: red
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Hohes Verkehrsaufkommen auf der Monschauer Straße: Der Plan des Landesbetriebes Straßenbau, die Achse zwischen Autobahn und Kalkhäuschen vier- bzw. dreispurig auszubauen, stößt auch bei den Anwohnern auf massive Kritik. Foto: Harald Krömer

Lichtenbusch. Mitunter ist eben der Überbringer der schlechten Botschaft der Dumme. Zum Beispiel in diesem Fall, wenn auch nur mit kurzer Wirkung. Die Grünen hatten sich entschlossen, Mittwochabend Anwohner der Monschauer Straße über die heftig umstrittenen Umbaupläne zu informieren – und mussten sich erst einmal massive Kritik gefallen lassen.

„Darauf waren wir nicht ganz vorbereitet“, schmunzelte Grünen-Fraktionsgeschäftsführer Helmut Ludwig am Donnerstag. Und zeigte großes Verständnis: „Das Thema erregt eben die Gemüter.“ Man sei aber sehr schnell in eine sachliche Diskussion – moderiert von Grünen-Fraktionssprecherin Ulla Griepentrog, den Fachvortrag hielt Grünen-Verkehrsexperte Wilfried Fischer – umgeschwenkt.

Gegen die Ratspolitik

Auch die Grünen lehnen die vom Landesbetrieb Straßen NRW favorisierte Variante ab, die Monschauer Straße zwischen Autobahn und Lichtenbusch vierspurig und ab da bis Kalkhäuschen dreispurig auszubauen. OB Marcel Philipp und Städteregionsrat Helmut Etschenberg hatten vor einiger Zeit signalisiert, sich mit dieser Variante anfreunden zu können. Was bei den städtischen Ratspolitikern allgemein zu Kopfschütteln führte. Eigentlich gibt es ein klares „Nein“ des Mobilitätsausschusses in Bezug auf diese Lösung.

Auch die 68 Anwohner, die auf Einladung der Grünen ins Hotel „Zur Heide“ gekommen waren, sind strikt gegen diese Pläne. Dass etwas getan werden muss, um den Verkehr in diesem Bereich vor allem zu den Hauptlastzeiten morgens besser abfließen zu lassen, ist allen klar. Aber ein Ausbau auf drei bzw. vier Spuren gilt ihnen nicht als Weisheit letzter Schluss. Im Gegenteil: Gefragt wurde vor allem nach den vorgesehenen Lärmschutzwänden – eine Anwohnerin sprach angesichts der Mauern vor ihrem Grundstück von „offenem Vollzug“ – und nach den Flächen, die durch die Verbreiterung in Anspruch genommen werden müssten.

Die Grünen stellten die Alternativ-Variante vor, die zwischen Lichtenbusch und Oberforstbach einen dreistufigen Ausbau vorsieht. Dies reiche aus, um den Verkehr zu entzerren, hieß es. Dieser Plan sei auch in der Stadt Aachen mehrheitsfähig.

Thema im Bürgerforum

Der Ausbau der Monschauer Straße soll jetzt auch noch einmal im Bürgerforum thematisiert werden. Dazu sollen auch ein Vertreter des Landesbetriebs Straßen NRW und der Oberbürgermeister eingeladen werden.

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