Grüne: Gisela Nacken führt den Kreisverband

Von: Andreas Röchter
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Mit Gisela Nacken (vorne 2.v.l.) und Alexander Tietz (vorne 3.v.l.) an der Spitze geht der Kreisverband Aachen von Bündnis 90/Die Grünen in die kommenden zwei Jahre. Unterstützt werden die beiden neuen Vorsitzenden von Dina Graetz, Eva Malecha, Ingrid von Morandell, Werner Krickel, Marcel Offergeld, Katrin Feldmann, Lars Lübben und Karin Schmitt-Promny. Foto: Andreas Röchter

Aachen/Eschweiler. Die zurückliegenden beiden Jahre haben (nicht nur) für die Mitglieder des Aachener Kreisverbands von Bündnis 90/Die Grünen vor allem im Zeichen der Wahlkämpfe zur Bundestags- und Kommunalwahl gestanden. Die kommenden beiden Jahre sind nun wahlkampffrei. Und in diese Periode gehen die Grünen der Region Aachen personell neu aufgestellt.

Bei der Mitgliederversammlung am Samstag im Eschweiler Kulturzentrum Talbahnhof wurden Gisela Nacken (Aachen) mit 70 Ja- und vier Nein-Stimmen bei drei Enthaltungen sowie Alexander Tietz (Brüssel) mit 57 Ja- und elf Nein-Stimmen bei 13 Enthaltungen zu den neuen Vorsitzenden des Kreisverbands gewählt. Damit tritt das Duo die Nachfolge von Bettina Herlitzius und Reiner Priggen an, die beide nicht mehr zur Wahl antraten.

Den Vorstand des mit nahezu 700 Mitgliedern sechstgrößten Grünen-Kreisverbands der Bundesrepublik komplettieren Lars Lübben (Aachen) als Kassierer sowie Katrin Feldmann (Aachen), Dina Graetz (Stolberg), Eva Malecha (Alsdorf), Karin Schmitt-Promny (Aachen), Ingrid von Morandell (Würselen), Werner Krickel (Monschau) und Marcel Offergeld (Herzogenrath) als stellvertretende Vorsitzende.

„Die vor uns liegenden Jahre ohne Wahlkampf geben uns die Gelegenheit, die Ortsverbände und -fraktionen tatkräftig zu unterstützen, sowie die Ideen, die in den Kommunalparlamenten entwickelt werden, gezielt hervorzuheben“, unterstrich Gisela Nacken ihre Motivation, sich für das Amt der Kreisvorsitzenden zu bewerben. Themenschwerpunkte sind für die Kaiserstädterin die Flüchtlingsarbeit sowie der Klimaschutz.

„Ersteres wird uns über Jahre hinaus kontinuierlich beschäftigen. Dabei gilt es vor allem herauszuarbeiten, welche positiven Aspekte Zuwanderung für die gesamte Gesellschaft mit sich bringt“, so die ehemalige Beigeordnete der Stadt Aachen. Der Bereich „Klimaschutz“ sei in der jüngsten Vergangenheit dagegen etwas untergegangen.

Dies werde sich jedoch wieder ändern. „Der vom 30. November bis zum 11. Dezember in Paris stattfindende Weltklimagipfel bietet die Chance, dieses uns ureigene Thema nach vorne zu bringen. Diese Konferenz sollte für uns auch Anlass sein, auf lokale Chancen wie Elektromobilität und Solarenergie verstärkt aufmerksam zu machen“, betonte Nacken.

Ihr Mit-Vorsitzender Alexander Tietz sieht seine Arbeitsschwerpunkte in den Themen „Europa“, das momentan zahlreiche Antworten auf globale Entwicklungen schuldig bleibe, „demografische Entwicklung“ sowie „Energie- und Umweltpolitik“ auf internationaler Ebene. „Schließlich macht die Wolke eines Atomkraftwerks nicht an Landesgrenzen halt. Deshalb gilt es, zum Beispiel dem Tihange-Wahnsinn schnellstmöglich ein Ende zu bereiten“, erklärte der 34-jährige Politikwissenschaftler.

Darüber hinaus stelle die momentan in Berlin regierende Große Koalition für jeden Grünen eine Herausforderung dar. „Wir müssen herausstellen, dass wir die einzige verantwortungsvolle Alternative darstellen“, unterstrich der ehemalige Mitarbeiter des Europaabgeordneten Reinhard Bütikofer.

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